Stadt stellt Schnelltests und Masken
OB begrüßt schrittweise Öffnung

Achern (st). Oberbürgermeister Klaus Muttach begrüßt die Entscheidung von Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann, für Kindertageseinrichtungen, Grundschulen und Abschlussklassen ab dem 22. Februar wieder zum Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen zurückzukehren.

„Kinder brauchen die Begegnung mit Gleichaltrigen und die Eltern Unterstützung bei der Kinderbetreuung“, teilt Acherns Oberbürgermeister die Haltung des Kultusministeriums. Viele Rückmeldungen in den vergangenen Tagen haben ihm gezeigt, dass die Schmerzgrenze vielfach erreicht ist. Deshalb habe die Stadtverwaltung Achern Anfragen nach Notbetreuung in der Regel auch möglich gemacht. Auch wenn zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse die Befunde der Studie der baden-württembergischen Universitätskliniken bestätigen, wonach die kleinen Kinder sehr viel weniger als ältere Kinder oder Erwachsene zum Infektionsgeschehen beitragen, könne ein Infektionsrisiko nicht völlig ausgeschlossen werden. Dies gelte allerdings auch, wenn - wie aktuell zu beobachten - Eltern sich mit Kindern in größeren Gruppen auf Kinderspielplätzen oder bei anderen Gelegenheiten treffen.

Schnelltests für Erzieher

Außerdem werde die Stadt Achern schon ab dem kommenden Montag allen Erziehern auf freiwilliger Basis zweimal wöchentlich einen Corona-Schnelltest möglich machen. Muttach dankt in diesem Zusammenhang dem Deutschen Roten Kreuz und der Freiwilligen Feuerwehr für die Unterstützung, dank derer von Montag bis Donnerstag täglich Tests durchgeführt werden können. Es sei in diesem Zusammenhang zu begrüßen, so Muttach, dass ab der Wiedereinführung des Regelbetriebs dann das Land seinerseits versprochen hat, ein deutlich erweitertes Testangebot für Kindergartenpersonal anzubieten. Auch für Lehrer werden schon jetzt Schnelltests angeboten.

Im wöchentlichen Wechsel werde für die Grundschulen dann ebenfalls am 22. Februar gestartet. Hierbei werden die Klassen geteilt. Die Schulleiter werden den Eltern Mitte kommender Woche mitteilen, in welchen Wochen ihre Kinder beschult werden. Außerdem wird die Notbetreuung für die Kinder, die nicht im Präsenzunterricht sind und an der Notbetreuung teilnehmen dürfen, fortgesetzt. Im Wechsel von Präsenzunterricht und Fernunterricht sollen dann auch die Abschlussklassen ab dem 22. Februar beschult werden.

Keine Präsenzpflicht

„Diese schrittweise Rückkehr in den Schulbetrieb erscheint mir nach den zahlreichen Rückmeldungen von Eltern aber auch vor allem von Schülern geboten. Gleichfalls ist zu begrüßen, dass es in die Eigenverantwortung der Eltern gestellt bleibt, dieses Angebot anzunehmen und keine Präsenzpflicht besteht“, so Muttach. Allerdings dürfe nicht verkannt werden, dass diese Form der Beschulung für das pädagogische Personal eine große Herausforderung bedeutet.

„Es ist zu begrüßen, dass das Land nach den Lehrern jetzt auch Erzieher mit FFP2-Masken und Schnelltests ab dem 22. Februar ausstatten will. Allerdings sehen wir dieses Schutzbedürfnis schon für die Zeit der Notbetreuung und haben deshalb die Ausstattung mit Masken auf Kosten der Stadt bereits in den vergangenen Wochen angeboten und auch die Schnelltests werden ab der kommenden Woche ebenfalls auf Kosten der Stadt für Erzieher zweimal wöchentlich auf freiwilliger Basis angeboten“, teilt Oberbürgermeister Klaus Muttach ein Vorziehen dieser Landesmaßnahmen durch die Stadt mit.

Eigenverantwortliches Handeln

Die Früchte der erfolgreichen Bemühungen um rückläufige Infektionszahlen sieht Oberbürgermeister Muttach in der Aufhebung der Ausgangssperre. „Es ist richtig, dass Landrat Scherer diesbezüglich keine Allgemeinverfügung für den Ortenaukreis erlassen hat und damit Tourismus in Nachbarlandkreise ausgelöst hätte“, unterstützt Muttach die Haltung von Landrat Frank Scherer.

Es liege jetzt an den Menschen, diese neu gewonnene Freiheit durch eigenverantwortliches Handeln zu stützen. Gleichzeitig komme es darauf an, unnötigen Infektionsgefahren wie beispielsweise durch Querdenker-Aktionen oder große Privatfeiern die rote Karte zu zeigen. „Nur durch gemeinsames verantwortliches Verhalten, Nutzung der Impfmöglichkeiten und mit klarer Kante gegen die Verschwörungstheoretiker mit ihren unverantwortlichen Aktionen kommen wir Schritt für Schritt wieder in die Normalität des Alltags. Dafür müssen wir gemeinsam eintreten“, fordert Oberbürgermeister Muttach die Solidarität aller.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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