Anhänger haben sich auch im Mittleren Kinzigtal in Clubs organisiert
Echte Fußballfans haben nichts mit Hooligans zu tun

Erinnerungsfoto an einen besonderen Tag: Torhüter Yann Sommer und Kapitän Granit Xhaka (vorne 3. u. 4. v. l.) von Borussia Mönchengladbach bei den Borussenfreunden Kinzigtal.
  • Erinnerungsfoto an einen besonderen Tag: Torhüter Yann Sommer und Kapitän Granit Xhaka (vorne 3. u. 4. v. l.) von Borussia Mönchengladbach bei den Borussenfreunden Kinzigtal.
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Mittleres Kinzigtal. Über Fußballfans sollte nicht nur dann berichtet werden, wenn es um Randale
oder Pyrotechnik in und außerhalb der Stadien geht. Denn der echte
Fußballfan ist friedlich und freundlich und vor allem distanziert er
sich von gewaltbereiten „Hooligans“, die nur eine Plattform für ihre
Aggressivität suchen.

Einen wichtigen Beitrag leisten die Fanclubs. Auch im Kinzigtal sind sie präsent und unterstützen von hier aus ihren jeweiligen Lieblingsclub. Klar, dass auch der SC Freiburg, der
nächste Verein in der Region, tatkräftig unterstützt wird. Die Fans
leisteten keinen unwesentlichen Beitrag zum direkten Wiederaufstieg in
die erste Fußball-Bundesliga. Denn auch nach dem Abstieg in der
vergangenen Saison bleib die Euphorie bestehen und die Fans standen
hinter dem sympathischen Sportclub. Der SCF-Fanclub „Torpedo Kinzigtal“
beispielsweise feierte im vergangenen Jahr sein 20-jähriges Bestehen und
zählt an die 300 Mitglieder. Die „Torpedos“ fahren nicht nur zusammen,
seit 2013 sogar in zwei eigenen Fan-Bussen, zu den Spielen der
Breisgauer, sondern treffen sich auch zu regelmäßigen Stammtischen,
Veranstaltungen außerhalb des Fußballs und engagieren sich immer wieder
für soziale Projekte.

Viel Begeisterung für die Lieblingself wurde unlängst bei einem Treffen der „Borussenfreunde Kinzigtal“ an den Tag gelegt. Günter Uhl aus Hofstetten hatte die Fans vom VFL Borussia
Mönchengladbach eingeladen und nicht nur sie waren gekommen: Kapitän
Granit Xhaka und Torhüter Yann Sommer hatten sich ebenfalls angekündigt.
Andreas Müller, „Präsi“ der „Borussenfreunde Kinzigtal“, und sein Vize
Daniel Kasper hatten auf das Zusammentreffen eingestimmt: „Denkt dran,
wir vertreten unseren Fanclub, die Spieler vertreten Borussia
Mönchengladbach.“ Immer wieder hatten die Profi-Fußballer und die Fans
an dem Nachmittag etwas zu lachen. Doch es wurde auch ernst und viel
über Fußball diskutiert. „Fußball ohne Fans macht keinen Spaß“, sagte
Granit Xhaka. Solche Erlebnisse sowie die überragende Stimmung in den
Fußballstadien würden für die Fußballer immer wieder „Gänsehaut pur“ bedeuten.

75 Mitglieder von Offenburg bis Schiltach zählen die „Borussenfreunde Kinzigtal“. Sie sind seit 2014 bei dem Bundesligisten als einer von bundesweit 1061 Borussia-Fanclubs eingetragen. „Hier, beimgrößten Fanclub im Badischen, geht etwas“, bestätigte Ulf Petersohn vom
Fanprojekt „Supporters Club von Fans für Fans“ der Regionalbetreuung
Süddeutschland. Er war extra zu dem Treffen aus dem knapp drei Stunden
entfernten Laupheim angereist. Hier werde echte Fankultur gelebt, ganz
nach dem Motto des Fanprojektes: „Stimmung ja, Randale nein!“.

Autor: cao

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