Kappelrodeck und Durbach für Touristen gewappnet
Erwartungshaltung der Urlauber stark gestiegen

Der Blick auf Kappelrodeck: Landschaft und touristische Angebote sind für Urlauber besonders interessant.
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Der Blick auf Kappelrodeck: Landschaft und touristische Angebote sind für Urlauber besonders interessant. (Foto: Tourist-Info Kappelrodeck)

Kappelrodeck/Durbach (rek). Historische Fachwerkstädte, Museen, herrliche Wanderstrecken, ein mild-sonniges Klima und hervorragendes Essen – bei diesen Vorzügen wundert es nicht, dass viele Touristen ihren Urlaub gerne im Ortenaukreis verbringen. Dass die Region beliebt ist, belegen auch die Zahlen: Über 191.000 Gäste mehr als im Rekordjahr 2016 und ein Plus von mehr als 147.000 Übernachtungen konnte laut der Schwarzwald Tourismus GmbH für 2017 verzeichnet werden. Gezählt werden dabei nur Gästeankünfte und Übernachtungen in gewerblichen Betrieben mit mehr als neun Betten.

"Der Trend, dass die Menschen lieber kürzer und dafür öfter im Jahr verreisen, hält weiter an. Dennoch spüren wir, dass vor allem Vermieter von Ferienwohnungen vermehrt längere Aufenthalte einbuchen können", berichtet Saskia Bleich, Leiterin der Tourist-Info in Kappelrodeck. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste in Kappelrodeck liege aktuell bei 2,6 Übernachtungen und damit immer noch leicht über dem Landesdurchschnitt. "Glücklicherweise sprechen wir in Kappelrodeck durch eine breite und abwechslungsreiche Infrastruktur sämtliche Zielgruppen an", so Bleich zum Angebot, das für Familien genauso interessant ist wie für Senioren und Paare. Im vergangenen Jahr habe ein deutlicher Anstieg an Familien mit kleinen Kindern wahrgenommen werden können. Die Altersstruktur der Gäste habe sich aber kaum verändert. Hauptzielgruppe seien weiterhin die 45- bis 55-jährigen Menschen.

Auch woher die Gäste kommen, weiß Bleich: Die meisten Urlauber kommen aus dem Inland, gefolgt von den Niederlanden, der Schweiz, aus Frankreich und aus Belgien. Die Zahl der Reisenden aus Spanien nehme ebenfalls weiter zu. "Auch Gäste aus den USA finden vermehrt den Weg nach Kappelrodeck", freut sich Bleich über die Internationalität der Urlauber. "Die Hauptreisezeit seien klar die Feiertage um Ostern und Pfingsten sowie die Sommerferien und der September, wenn die Zeit der Weinfeste beginnt", so Bleich.

"Unsere Saison reicht von Mitte April bis Ende Oktober. Speziell der Herbst ist bei vielen unserer Gäste besonders beliebt", berichtet Simon Vollmer, Geschäftsführer der Tourist-Info Durbach. In das Weindorf im Durbachtal reisen vor allem Gäste aus Deutschland. "Unser Anteil an ausländischen Übernachtungsgästen ist vergleichsweise niedrig", weiß Vollmer. Dennoch kämen natürlich viele Tagesgäste aus Frankreich und auch aus dem südeuropäischen Raum, speziell Spanier reisten verstärkt an.

"Es gibt einen klaren Trend hin zu kürzeren Aufenthalten. Dies ist aber nicht nur bei uns in Durbach so, sondern generell im Schwarzwald", bestätigt Vollmer. In den Ferienzeiten sei der Anteil an Familien naturgemäß höher. "Grundsätzlich sind wir in Durbach jedoch nicht primär ein Familien-Ferien-Ort. Dementsprechend ist der Anteil an Paaren, auch in den jüngeren Altersstufen, höher als der der Familien", so der Durbacher Touristiker. Hoch sei dagegen die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste, die bei vier Tagen liege.

Sowohl Bleich als auch Vollmer berichten, dass die Ansprüche der Gäste gestiegen ist: "Der Gast legt sehr viel Wert auf Qualität." Das betreffe sowohl die Ausstattung der Unterkunft als auch die Service-, Informations- und Angebotsqualität. "Sind Gastgeber und Orte nicht bereit, die geforderte Qualität zu bieten, wird es sehr schwer bis unmöglich, weiterhin am Markt zu bestehen", unterstreicht Vollmer die regionalen Anstrengungen.

Der Blick auf Kappelrodeck: Landschaft und touristische Angebote sind für Urlauber besonders interessant.
Durbach und seine Steillagen sind legendär.

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