Was Jürgen Grossmann plant
Investor stellt Ideen für "Vier-Jahreszeiten" vor

Architekt und Investor Jürgen Grossmann – mit seinen Söhnen Neo (l.) und Aaron – hat für den Gebäudekomplex "Vier-Jahreszeiten" in Durbach einiges vor.
  • Architekt und Investor Jürgen Grossmann – mit seinen Söhnen Neo (l.) und Aaron – hat für den Gebäudekomplex "Vier-Jahreszeiten" in Durbach einiges vor.
  • Foto: Michael Bode/Grossmann Group
  • hochgeladen von Christina Großheim

Durbach (gro). "Staumauer" wird der Gebäudekomplex in Durbach, in dem sich das Hotel "Vier-Jahreszeiten" befindet, wenig liebevoll genannt. "Das Wichtigste ist, diesen Riegel, der den Ortseingang bestimmt, aufzulösen", stellt deshalb Jürgen Grossmann, Architekt und Investor, fest. Er hat Ende 2019 das Gebäude von Rüdiger Hurrle gekauft und plant einige Veränderungen.

Um die massive Struktur zu gliedern, sollen zwei Anbauten am Bestandsgebäude entstehen. Außerdem möchte Grossmann auf einer Erweiterungsfläche, die nach Westen in Richtung Kahler Bach liegt, zwei bis drei Baukörper platzieren. Ein Plan, der im Ort nicht unumstritten ist.

"Grundsätzlich steht die Verwaltung den Plänen offen gegenüber", sagt der Durbacher Bürgermeister Andreas König auf Nachfrage. "Ob sich die Baukörper einfügen, wollen wir bei einem Vor-Ort-Termin, voraussichtlich im April, begutachten", so König. Er stellt fest, dass sich der Gemeinderat insofern noch nicht abschließend zu den Plänen geäußert hat. "Für uns ist beispielsweise sehr wichtig, dass die Baumwiese neben dem 'Vier-Jahreszeiten' so erhalten bleibt, dass sie die massive Bebauung zumindest im Frühjahr kaschiert", sagt der Bürgermeister. Ein Punkt, den auch der Investor so sieht.

Grossmann beschreibt die nächsten Schritte: "Wir werden voraussichtlich im März den Bauantrag für die Erweiterung am Gesundheitszentrum stellen." Damit soll nicht nur mehr Platz für die bestehende und mögliche neue Arztpraxen sowie die Physiotherapiepraxis geschaffen werden, sondern auch ein neuer Eingang für das Gesundheitszentrum. "Bisher gehen die Patienten durch das Hotel, das ist keine gute Lösung", findet Jürgen Grossmann.

Neugestaltung des Hotelbereichs

Zur Zeit laufen die Planungen für die Neugestaltung des Hotelbereichs. "Ich habe eine niederländische Innenarchitektin beauftragt. Das Interieur soll viel gemütlicher werden und das Thema Wein widerspiegeln", so Grossmann. Er hofft, dass er die Umgestaltung des Hotels Ende 2020 abgeschlossen ist. Erst dann geht es für ihn an die weiteren Erweiterungsbauten: "Das Hotel bekommt einen neuen Eingangsbereich, der das Gebäude für Fußgänger erschließt. Außerdem sollen auch in diesem Bereich Wohnungen für 'Smart Living" entstehen." Damit meint der Investor Wohneinheiten, die sich an Menschen richten, deren Kinder aus dem Haus sind und die sich verkleinern möchten. "In der Anlage finden sie einen Wellnessbereich, ein Fitnesstudio und Gesundheitsangebote. Wenn sie Besuch bekommen, kann dieser gleich im Hotel wohnen", zeigt Grossmann seine Idee auf.

Solche Wohnungen sollen auch in den Gebäuden entstehen, die neu gebaut werden. "Die Streuobstwiese ist kaum davon betroffen", wirbt Grossmann für sein Projekt. "Wir planen derzeit im Wesentlichen auf den Flächen, die landwirtschaftlich genutzt werden. Natürlich müssen wir Ausgleichsmaßnahmen vornehmen." Am Ende des Gesamtprojektes wird die Fassade neu gestaltet: Favorit beim derzeitigen Entwicklungsstand ist eine Begrünung. "Es geht genau darum, dass dieser Baukörper nicht mehr so sehr ins Auge fällt wie im Augenblick". Drei bis fünf Jahre hat Jürgen Grossmann für die Umsetzung angesetzt.

"Im Bereich des 'Vier-Jahreszeiten' gibt es aus meiner Sicht keine größeren Restriktionen", so Bürgermeister König. Er sieht allerdings mögliche Probleme auf der Erweiterungsfläche, die in einem Landschaftsschutzgebiet liegen. Im Flächennutzungsplan ist sie als landwirtschaftlich Nutzfläche hinterlegt. Dazu stellt König fest: "Es muss geklärt werden, ob das geändert werden kann."

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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