600.000 Euro für Gymnasiumssanierung
Fördermittel von Bund und Land

Die Fassadenarbeiten am Gebäude des Marta-Schanzenbach-Gymnasiums werden in den nächsten Tagen beginnen.
  • Die Fassadenarbeiten am Gebäude des Marta-Schanzenbach-Gymnasiums werden in den nächsten Tagen beginnen.
  • Foto: Stadt Gengenbach
  • hochgeladen von Christina Großheim

Gengenbach (st). 3,25 Millionen Euro Fördergelder aus dem Ausgleichstock fließen in den Ortenaukreis. Von der Finanzspritze profitieren insgesamt zwölf Gemeinden. Der Verteilerausschuss für den Regierungsbezirk Freiburg, der über die Vergabe der Mittel entschieden hat, legt den Schwerpunkt der Förderung auf Investitionen in Schul- und Rathaussanierungen, Straßensanierungen und Kindergärten.

Davon kann auch die Stadt Gengenbach profitieren. Der Antrag hat den Ausschuss überzeugt, so dass Gengenbach eine stattliche Summe von 600.000 Euro aus dem Ausgleichsstock erhalten wird. Die Förderungen von Bund und Land sind für die Sanierung des Gymnasiums auch dringend notwendig. Die Renovierung des Gymnasiums ist bisher das größte städtische Hochbauprojekt. Die Schulräume und Sanitäranlagen des Marta-Schanzenbach-Gymnasiums sollen in den nächsten zweieinhalb Jahren fit für die Zukunftsanforderungen der kommenden Schülergenerationen gemacht werden. Von den 12,2 Millionen Euro Gesamtkosten für dieses Sanierungsprojekt werden insgesamt bis zu 7,3 Millionen Euro an Zuschüssen von Bund und Land erwartet.

Kinderbetreuung steht im Mittelpunkt

Wie erst kürzlich ausführlich berichtet standen Gengenbachs Kinder und Kinderbetreuung in den vergangenen Jahren verstärkt im Mittelpunkt der Investitionen. Seit 2010 hatte die Stadt Gengenbach über 45,5 Millionen in die vorhandene Infrastruktur oder in neue, zeitgemäße Gebäude für die Kinder investiert, mit rund 19,2 Millionen wurde die Stadt mit Fördergeldern unterstützt.

Trotz der schwachen Finanzausstattung der Stadt, hatte der Gemeinderat immer wieder einen Großteil der freien Finanzmittel in Projekte für die Kinderbetreuung, speziell in die Kindertagesstätten wie auch in Hallen und Schulen investiert. Dank der überzeugenden Konzepte, die die Stadtverwaltung immer wieder erarbeitete und den Zuschussgebern vorlegte, konnten auch in den vergangenen Jahren viele Zuschüsse von Bund, Land und EU gewonnen werden, ohne die die Stadt nie dieses Neubau- und Sanierungsvolumen hätte meistern können.

Freude über finanzielle Unterstützung

Bürgermeister Thorsten Erny freut sich über die Unterstützung: „Die Gelder aus dem Ausgleichsstock sind bei unseren Schülerinnen und Schülern sehr gut angelegt. Von den Investitionen in zeitgemäße Räumlichkeiten werden viele Jugendliche aus der gesamten Region profitieren können.“

Die Sanierungsarbeiten liegen im Zeitplan. Bereits im Juni konnten die Rückbau- und Rohbauarbeiten abgeschlossen werden. Im ersten Obergeschoss wurde auch schon der Estrich eingebaut. Aktuell werden die Elektro-, Sanitär- und Heizungsinstallationen durchgeführt und in den nächsten Tagen beginnen die Arbeiten an der Außenfassade.

Verbesserung der kommunalen Infrastruktur

Die Fördermittel des Ausgleichstocks tragen insbesondere in den ländlichen strukturschwachen Gebieten zu einer Verbesserung der kommunalen Infrastruktur bei. Damit werden Standortnachteile im ländlichen Raum gegenüber den wirtschaftsstarken Regionen verringert. Gute Betreuungs- und Bildungsangebote tragen wesentlich dazu bei, dass sich junge Familien für einen Wohnsitz im ländlichen Bereich entscheiden.

Nicht alle Förderwünsche der Gemeinden gehen in Erfüllung. Die Antragssumme im Regierungsbezirk Freiburg betrug über 46 Millionen Euro, bewilligt wurden 24,3 Millionen Euro. Voraussetzung für eine Ausgleichstockförderung ist eine angemessene, sparsame und wirtschaftliche Planung des Vorhabens. Neben der Finanzierung des Vorhabens müssen die Gemeinden nachweisen, dass sie auch die Folgekosten der Einrichtungen tragen können.

Über die Bewilligung der Ausgleichstockmittel entscheidet ein Verteilungsausschuss, der aus drei Vertreterinnen und Vertretern der kommunalen Landesverbände und zwei Vertreterinnen und Vertretern des Regierungspräsidiums besteht.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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