Heinz-von-Förster-Schule
Enge Vernetzung mit Familie und Jugendhilfe

Haslachs Bürgermeister Philipp Saar (links) besuchte mit einer Gruppe die Heinz-von-Förster-Schule in Schnellingen und ließ sich dort das Gesamtkonzept erläutern.
  • Haslachs Bürgermeister Philipp Saar (links) besuchte mit einer Gruppe die Heinz-von-Förster-Schule in Schnellingen und ließ sich dort das Gesamtkonzept erläutern.
  • Foto: Stadt Haslach
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Haslach-Schnellingen (st). Heinz von Förster, österreichischer Physiker und Philosoph, gilt als Mitbegründer der Kybernetik und Vordenker der Systemtheorie. 1911 in Wien geboren verstarb er 2002 in Kalifornien. Er beschäftigte sich mit Fragen, wie wir „soziale Wirklichkeiten“ selber konstruieren und wie Systeme miteinander in Wechselbeziehung stehen. Übertragen auf Schule bedeutet diese Sichtweise, dass die schulische Arbeit auch ihren eigenen Kontext und die Familie in ihren Wechselbeziehungen zur Leitidee des Handelns macht. Die vorhandenen Ressourcen der Familien dienen hierbei als Lösungsansätze.

Rückkehr zur Regelschule

Konkret bedeutet dies, dass eine Schule, wie sie nun auch in Schnellingen entstanden ist, eine enge Vernetzung von Schule, Jugendhilfe, Bildungsanspruch und Erziehung anstrebt. Die Lehrkräfte der Heinz-von-Förster-Schulen verbinden so schulisches mit sozialpädagogischem und therapeutischem Handeln. Die Schule bietet ein zeitlich befristetes Angebot und soll vor allen Dingen die Schüler wieder zurück an eine Regelschule oder eine andere geeignete Schulform bringen. Die Heinz-von-Förster-Schule in Haslach ist ein Angebot der Ohlebusch Gruppe, die unter anderem auch aufsuchende Familientherapie für das Jugendamt anbietet. Derzeit sind rund 400 Mitarbeiter an 25 Standorten im Unternehmen beschäftigt. Heinz-von-Förster-Schulen gibt es fünf in Baden Württemberg. Die jüngste davon ist nun in Haslach-Schnellingen. Sie bietet Kindern überwiegend aus dem Kinzigtal die Klassenstufen 2 bis 6 an und ist bewusst klein und individuell gehalten: Acht bis zwölf Schüler können aufgenommen werden. Wichtiger Schwerpunkt der Arbeit ist die Familienarbeit, alle pädagogische Fachkräfte sind Familientherapeuten oder in systemischer Familientherapie geschult. Ziel der Schnellinger Schule ist es Kindern, die aus den unterschiedlichsten Gründen aktuell nicht die Regelschule besuchen können, diese Chance wieder zu ermöglichen. So ist das Kredo Rainer Ohlebuschs, Geschäftsführer der Ohlebusch Gruppe: „Ich möchte uns selber unwichtig machen, höchstes Lob ist es für mich, wenn ein Kind sagt, ich kann es jetzt alleine.“

Autor:

Anne-Marie Glaser aus Offenburg

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