Das Geheimnis vom Schloss Neuschwanstein

Die Symbolkraft Neuschwansteins fasziniert weltweit durch die Verwebung einer idealisierten romantischen Architektur mit der tragischen Lebensgeschichte seines Besitzers – mit dem Verlust seiner Souveränität im eigenen Reich schuf Ludwig II. seine eigene Sagen- und Märchenwelt.

Schloss Neuschwanstein im südlichen Bayern ist eine der wohl am meist fotografierten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Mit dem Bau des Schlosses ab 1869 vereinte Ludwig II. Elemente der Wartburg mit denen einer Gralsburg aus Wagners Oper „Parsifal“. Schloss Neuschwanstein war für Ludwig II. vor allem eine Fluchtburg. Seit 1864 König von Bayern, war ihm die Residenzstadt München verhasst, da er sich bereits zwei Jahre später den Preußen unterwerfen musste. Obendrein widmete er sich lieber den schönen Künsten. Weil er kein Souverän mehr in seinem realen Reich sein durfte, schuf er sich seine eigene Gegenwelt aus Sagen und Märchen. Zu den prunkvollsten Räumen gehören zwei Säle. Der Sängersaal vereint die Vorbilder des Sänger- und des Festsaals der Wartburg in einem Saal, größer und prachtvoller als die Originale – nur dass hier nie gesungen oder gar gefeiert wurde. Im zweigeschossigen, 15 Meter hohen Thronsaal mit Arkaden blendet eine überreiche Ausstattung in Gold und Blau. Ludwig II. widmete sich aber vor allem der „Gralshalle“, in der er seiner Sehnsucht nach dem Mittelalter mit damals modernster Technik nachging. Auch beim Essen wollte der König sich im Mittelalter wähnen – sein Speisezimmer ist mit Motiven des Wartburger Sängerkriegs dekoriert. Das Schlafgemach war von der Gotik inspiriert, und selbst Details verweisen auf Wagnersche Opern, zum Beispiel der Waschtisch mit einem Wasserspender in Schwanenform, eine Hommage an Wagners „Lohengrin“. Ein weiteres Highlight Neuschwansteins ist die Grotte mit kleinen Wasserfällen und bunter Beleuchtung, die so den Eindruck einer Tropfsteinhöhle erweckt. Empfehlenswert sind auch

Autor:

Martina Köhler aus Hausach

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