Märchenpremiere der Freilichtbühne
Stehende Ovationen für die Schöne und das Biest

Mit viel Liebe zum Detail und einer herausragenden Leistung der Darsteller startete die Freilichtbühne Hornberg in ihre Saison.
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Hornberg. Das gab es wirklich noch nie: Für die Hornberger Märchentruppe erfüllen sich mit
der hohen Zahl an Reservierungen und einer ausverkauften Premiere
derzeit Träume. Die Qualität der Aufführungen mit viel Liebe bis ins
kleinste Detail ist in der ganzen Region ohne Beispiel.

„Langsam werde ich jetzt doch nervös“, äußert sich „Teetässchen“ Cora Schemel
eine Stunde vor Spielbeginn hinter den Kulissen: Es herrscht ein
mächtiges Gewusel, einige der Theaterspieler sind in Unterhaltungen
vertieft, andere sitzen ganz ruhig da und dann ruft einer: „Schaut euch
das an!“. Die Truppe versammelt sich vor dem Bildschirm, der die
Zuschauerränge zeigt. Die Akteure können es kaum fassen, wie sich diese
füllen: Das Wort „ausverkauft“ macht die Runde, und Spielleiterin
Angelika Rapp ruft alle zum „Schlachtruf“ zusammen: „Atmet tief durch,
tankt Energie, ihr habt noch nie eine solche Leistung erbracht wie in diesem Jahr“.

Und genau drei Stunden später gibt es für jene stehende Ovationen des Publikums: Für ein Spiel mit grandiosen Darstellern, für live gesungene Solobeiträge, die unter die Haut gehen,
für quirlige Tanzszenen und für einzigartige Kostüme, die in mühevoller
Kleinarbeit hergestellt wurden. Verdienter Lohn für eine Gesamtleistung,
die in mehr als 50 Proben unter der Regie von Angelika Rapp und Margot
Lang entstanden ist. „Es ist bereits die elfte Aufführung, für die die
beiden verantwortlich zeichnen“, informierte der Vorsitzende des
Historischen Vereins Hornberg Jürgen Schaumann am Schluss. Wieder einmal
haben die beiden ein Stück mit eigenen Ideen und Vorstellungen
„garniert“ und den Darstellern im Alter von vier bis 73 Jahren
buchstäblich auf den Leib geschneidert – mit einem sicheren Gespür für
die Rollenbesetzung und mit Hingabe bis ins kleinste Detail. Die
gesungenen Beiträge sorgen immer wieder für spontanen Applaus bei den
Besuchern.

Die alte Geschichte über den Prinzen, der ein Mädchen finden muss, das ihn erlösen soll, ist bekannt. Maria Presti in der Rolle der Prinzessin Chantal, die aus dem einst kinderlieben Prinzen mit ihren eigenen schlechten Charaktereigenschaften ein richtiges Ekel
macht, ist eine Wucht. Die hochnäsige Schreckschraube hinterlässt im
Schloss einen Scherbenhaufen. Prinz Maurice, überzeugend verkörpert von
Ferenc Füssel, verzweifelt als verwandeltes Biest mit Jörg Fehrenbacher
in einer Paraderolle fast selbst an seinem Tun, bis sich schließlich
alles zum Guten wendet.

Was für ein fulminanter Auftakt, der einmal mehr ob der Qualität, die hier von Amateuren geboten wird, staunende kleine und große Zuschauer hinterlässt. Die nächsten
Gelegenheiten, sich das Spektakel anzuschauen, sind am heutigen
Mittwoch, 27. Juni, um 15 Uhr und am Sonntag, 1. Juli, um 16 Uhr. Den
Spielplan mit allen Terminen, auch denen des Krimistücks „Der Besuch der
alten Dame“ und „Das Hornberger Schießen“ gibt es unter www.freilichtbuehne-hornberg.de.

Autor: pt

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