Wohnraum in Kappelrodeck
Neubaugebiet steht kurz vor der Realisierung

Fabian Bimmerle vom Bauamt Kappelrodeck (v. l. n. r.), Bürgermeister Stefan Hattenbach sowie Geschäftsführer Stefan Ursprung (KBB) und Bauamtsleiter Paul Huber bei der Unterzeichnung des Vertrages zur städtebaulichen Entwicklung.
  • Fabian Bimmerle vom Bauamt Kappelrodeck (v. l. n. r.), Bürgermeister Stefan Hattenbach sowie Geschäftsführer Stefan Ursprung (KBB) und Bauamtsleiter Paul Huber bei der Unterzeichnung des Vertrages zur städtebaulichen Entwicklung.
  • Foto: Gemeindeverwaltung Kappelrodeck
  • hochgeladen von Sebastian Thomas

Kappelrodeck (st). Das Baugebiet „Gässelsmatt/Heidenhof“ in Kappelrodeck steht vor der Realisierung. Das knapp 3,2 Hektar große Gebiet soll in absehbarer Zeit weiter gerplant und dann erschlossen werden.

Bedarf an Wohnraum riesig

Laut einer Pressemitteilung der Gemeindeverwaltung Kappelrodeck können rund 40 neue Bauplätze in einem ortsnahen, grünen und attraktiven Wohngebiet im Rahmen eines städtebaulichen Lückenschlusses als Innenentwicklung entstehen. Der Bedarf an Wohnbauplätzen ist riesig, die Standortfaktoren des „Gesamtpakets Kappelrodeck“ scheinen gerade als Wohngemeinde zu überzeugen, so die Vertreter der Gemeindeverwaltung.

„Unsere Infrastruktur und deren Standard ist für unsere Gemeindegröße mit rund 6.100 Einwohnern überdurchschnittlich groß, insbesondere in den Bereichen Kindergärten, Schulen und Vereine. Aber auch Sportanlagen inklusive beheiztem Schwimmbad- und kommunale Kunst- und Kulturstätten wie das Zuckerbergschloss mit seinem Park und dem Waldkindergarten gibt es in unmittelbarer Nähe zu diesem Neubaugebiet", sagt Bürgermeister Stefan Hattenbach. 

Mobilität wird großgeschrieben

Auch in Sachen Mobilität punkte der Standort: In weniger als 10 Minuten sei man auf der Autobahn. Die Gemeinde besitze darüber hinaus eine direkte Anbindung an das überregionale Radwegenetz. Wer mit dem Zug fahren mag, könne dies über zwei moderne Bahnhöfe mit guter Taktung und modernen Schienenfahrzeugen tun, ergänzend gebe es Busverbindungen.

Eine gute Verbindungen gibt es auch digital: In vielen Bereichen sind bereits heute bis zu 250 Megabit buchbar, ein Glasfasernetz bis in die Haushalte ist im Aufbau“ erklärt Bürgermeister Stefan Hattenbach. Man wolle trotz allem eine maßvolle, nachhaltige und ressourcenschonende Entwicklung für die Gemeinde, auch mit diesem Baugebietes würde nur ein Teil der vorhandenen Entwicklungschancen genutzt.

Blick auf sonnige Weinberge

„Die Haupterschließung soll über die sanierte Heidenhofbrücke erfolgen, zwei Bäche renaturiert und die Acher und somit auch das Element Wasser erlebbar gemacht werden“, so Fabian Bimmerle, der bei der Gemeindeverwaltung das Projekt leitet. Der Blick auf sonnige Weinberge und Ostwiesen sei vom vergleichsweise ebenen Neubaugebiets-Standort aus in der Gemeinde in der Vorbergzone zudem inklusive.

Um die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, unterzeichneten Bürgermeister Stefan Hattenbach und der Geschäftsführer des beauftragten Erschließungsträgers KBB GmbH - Kommunalberatung & Infrastrukturentwicklung - aus Baden-Baden, Stefan Ursprung, dieser Tag den hierfür erforderlichen Städtebaulichen Vertrag.

Gemeinderat bleibt Herr des Verfahrens

In diesem Vertrag sind Regelungen zu allen erforderlichen Schritten im Verlauf der Erschließungsmaßnahme getroffen. So sind die Konditionen zur Aufstellung des Bebauungsplanes, die Grundlagen zur Durchführung der Baulandumlegung und Details für Planung und Vergabe der Tiefbauarbeiten festgesetzt. Der Gemeinderat bleibt jederzeit Herr des Verfahrens.

Der Vertrag sieht vor, dass zu der Erschließung des Baugebietes die betroffenen Eigentümer die anfallenden Kosten zu 100 Prozent übernehmen. Hierzu wird die KBB GmbH mit jedem der späteren bauwilligen Eigentümer eine Kostenerstattungsvereinbarung abschließen. Erste Gespräche mit den Eigentümern wurden seitens der Gemeindeverwaltung zur Klärung der Mitwirkungsbereitschaft bereits geführt.

Realisierung im Jahr 2020

Vorabstimmungen mit den Fachbehörden in Sachen Hochwasser- und Naturschutz sind ebenfalls von der Gemeindeverwaltung bereits geleistet.Dennoch geht man bei der Gemeinde aufgrund der erforderlichen Dauer der Verfahren von einer Realisierung im Jahr 2020 aus, so Bauamtsleiter Paul Huber.

Die Gemeinde hat unter zwei Ingenieurbüros einen Planungswettbewerb ausgelobt und erwartet bis zum Juni mehrere Varianten, um dann daraus eine für das Gebiet optimale Lösung erhalten zu können. Grundgerüst des städtebaulichen Konzepts soll die Öffnung und Renaturierung der im Gebiet bislang verdolten Gewässerabschnitte der Bäche und der angrenzenden Acher werden, aber auch einen Spielplatz mit Mini-Spielfeld wünscht sich die Gemeinde.

„Wir haben jetzt die Weichen gestellt. Die weiteren Verfahrensschritte hat der neue Gemeinderat nach Beendigung des laufenden Planungswettbewerbs zu fassen“, so Bürgermeister Stefan Hattenbach mit Verweis auf die Gemeinderatswahlen im Mai 2019.

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