Hausordnungen mit Straßburg abgeglichen
In Kehler Freibädern herrscht Normalbetrieb

Security, Schwimmpersonal und Mediateure achten im Freibad Wacken auf die Einhaltung der Hausordnung.
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  • Security, Schwimmpersonal und Mediateure achten im Freibad Wacken auf die Einhaltung der Hausordnung.
  • Foto: Stadt Kehl
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Kehl (st/rek). In den Kehler Freibädern ist Ruhe eingekehrt, der Badebetrieb verläuft bereits seit Wochen ohne Zwischenfälle. Immer wieder mal muss ein Hausverbot verhängt werden; die kontrollierenden Mitarbeitenden des Security-Teams finden ab und an Dinge in den Badetaschen, die nicht hineingehören – seien es kleinere Mengen von Drogen oder Messer. Das Maßnahmenpaket, das beim Treffen von Oberbürgermeister Toni Vetrano mit der Straßburger Präfektur noch durch Kontrollen der französischen Polizei ergänzt wurde, zeigt Wirkung.

Regeln in Straßburg

Auch im einzigen Freibad der Eurométropole im Stadtteil Wacken geht es ruhig zu; einige Jugendliche, die zuvor in die Freibäder in Kehl und Auenheim kamen, sind nach Angaben der dortigen Bäderleitung nun verstärkt dort anzutreffen. Der Leiter des Kehler Freibads, Thomas Struck, hat sich im Freibad Wacken umgesehen und mit den Verantwortlichen für den Badbetrieb gesprochen. Die Intention: eine Harmonisierung der Bäderordnungen auf beiden Rheinseiten.

Zwei Security-Mitarbeiter kontrollieren auch im Straßburg am Eingang alle größeren Badetaschen – Messer, auch zum Obstschneiden, Glasflaschen oder Alkohol kommen nicht ins Bad. Auf zwei Plakaten an der Kasse ist abgebildet, welche Badekleidung erlaubt ist und welche nicht. Wer mit Shorts oder T-Shirt ins Wasser will, wird zurückgeschickt. Wenn es Ärger gibt, wird die Polizei gerufen. Verstoßen Jugendliche gegen die Hausordnung, werden die Eltern angerufen. Bei geringfügigeren Verstößen droht den Badegästen ein eintägiger Ausschluss aus dem Bad, in schlimmeren Fällen droht ein einjähriges Badeverbot.

Änderungen in Kehl und Auenheim

In den Freibädern Kehl und Auenheim hat Vetrano nach den Vorkommnissen mit unangepassten, vorwiegend Straßburger Jugendlichen folgende Maßnahmen angeordnet: Die Zahl der Security-Mitarbeiter wird – je nach Wetter – im Kehler Bad auf bis zu zwölf erhöht; in Auenheim auf bis zu vier. Zusätzlich sind – ebenfalls wetterabhängig – zwei Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdiensts jeweils vier Stunden im Freibad Kehl und in Auenheim. In beiden Bädern werden am Eingang alle Taschen kontrolliert. Im Freibad Kehl wurde die komplette Zaunanlage erhöht und am Kopf mit Stacheldraht verstärkt. In Auenheim wurde an den Toren eine Erhöhung mit Stacheldraht angebracht; im nächsten Jahr soll die komplette Zaunanlage erneuert und voraussichtlich auf eine Höhe von drei Metern gebracht werden. Vor den Eingängen beider Bäder wurden sogenannte Drängelgitter aufgestellt. In beiden Bädern dürfen keine Shisha-Pfeifen mehr geraucht werden.

Durch sein Schreiben ans baden-württembergische Innenministerium hat Toni Vetrano bewirkt, dass vorübergehend zusätzliche Polizeikräfte vor Ort waren, um gegebenenfalls eingreifen zu können. Beim Treffen in der Straßburger Präfektur hat der Kabinettschef des Präfekten Polizeikontrollen bereits auf französischer Seite zugesagt und diese auch prompt veranlasst – eine Maßnahme, die offenbar dazu geführt hat, dass Jugendliche, die weniger aufs Schwimmen denn auf Radau aus waren, nicht mehr nach Kehl kommen.

Die zusätzlichen Maßnahmen, welche die Verwaltung für die nächste Badesaison vorschlägt, wird Oberbürgermeister Toni Vetrano vorstellen, wenn die Badesaison im Kehler Freibad zu Ende geht.

Security, Schwimmpersonal und Mediateure achten im Freibad Wacken auf die Einhaltung der Hausordnung.
Stacheldrahtzaun als ein äußeres Zeichen für mehr Sicherheit im Freibad Kehl. In Auenheim soll im kommenden Jahr die Umzäunung erhöht werden.
Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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