Neue Tramzüge fahren
Mehr Glas und mehr Platz für Passagiere
- Auch in Kehl sind die neuen Tramzüge zu sehen.
- Foto: Stadt Kehl/Anette Lipowsky
- hochgeladen von Christina Großheim
Kehl (st) Seit kurzem sind sie täglich auch in Kehl zu sehen und fallen durch ihr schlankes Design aber auch durch noch größere Glasscheiben auf. Vor allem aber sind die neuen Tramzüge der Generation Citadis 3 von Alstom geräumiger: Bis zu 286 Fahrgäste finden darin Platz, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Kehl. Zum Vergleich: In der Eurotram sind es nur 200. Auch für Menschen mit Beeinträchtigungen bringen die neuen Tramzüge Verbesserungen: Akustische sowie optische Signale und Einrichtungen für sehbehinderte Personen machen die Nutzung für Betroffene einfacher. Für Rollstühle und Kinderwagen gibt es reservierte Zonen.
Mehr Sitzplätze
In den 45 Meter langen und 2,40 Meter breiten Straßenbahnen konnte laut dem Hersteller Alstom die Zahl der Sitzplätze erhöht und gleichzeitig der Bewegungsraum zwischen den Sitzreihen vergrößert werden. Die größeren Glasflächen sorgen für noch mehr Helligkeit in den videoüberwachten Straßenbahnen. Passagiere mit Einschränkungen beim Sehen wird die Position der Türen mit akustischen Signalen angezeigt, erklären die Straßburger Verkehrsbetriebe CTS. Ein Lichtkonzept, das auf die Türen hinweist, hilft Personen, die schlecht hören, beim Aus- und Einsteigen.
Darüber hinaus können die neuen Tramzüge auch in Sachen Umweltfreundlichkeit punkten: Der Energieverbrauch liegt nach Herstellerangabe um 20 Prozent niedriger als bei den Vorgängermodellen, was auch damit zu tun hat, dass die Beleuchtung komplett über LED erfolgt und die Klimatisierung optimiert wurde. Außerdem können 95 Prozent der Materialien, die zum Bau der Citadis 3 verwendet wurden, recycelt werden. Bei der Ausschreibung der insgesamt 39 Tramzüge hat die CTS auch darauf Wert gelegt, dass die Unterhaltung vereinfacht wird.
Einsatz auch in Kehl
Eingesetzt werden die neuen Tramzüge vorwiegend auf den am stärksten frequentierten Linien A und D und damit auch auf der Strecke bis zum Kehler Rathaus. Bis zum Jahresende sollen zwölf der georderten Straßenbahnen im Einsatz sein. Die auf der grenzüberschreitenden Linie D verkehrenden Tramzüge sind an die Anforderungen der deutschen Betriebsordnung Straßenbahn angepasst worden: Die technischen Unterlagen waren der Technischen Aufsichtsbehörde im Vorfeld von der CTS zur Überprüfung und Genehmigung übersandt worden. Die Citadis 3 ersetzt bis Ende 2028 sukzessive das Modell Eurotram – die Straßenbahnen dieser Generation sind nach 30 Jahren an ihrem Lebensende angekommen.







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