Kommunaler Ordnungsdienst geht gegen Diebstahl vor
Ungenierte Blumendiebe in Anlagen und auf Friedhöfen

Blühende Anlagen sehen gut aus und diesen der Natur – solange sich nicht einige Zeitgenossen daran bedienen.
  • Blühende Anlagen sehen gut aus und diesen der Natur – solange sich nicht einige Zeitgenossen daran bedienen.
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Kehl (st). Es ist ein alljährlich wiederkehrendes Phänomen: Kaum erwacht die Natur in der Stadt und bringt leuchtend blühende Pflanzen zum Vorschein, kaum haben die Mitarbeitenden des Betriebshofs Blumenkübel und Blumenampeln bepflanzt, bedienen sich einige Zeitgenossen ungeniert. In städtischen Anlagen werden Blumen für Sträuße geschnitten und gepflückt, auch vor den Gräbern auf den Friedhöfen machen einige nicht halt. Klar ist: Auch wer Blumen klaut, macht sich des Diebstahls schuldig. „Blumenklau ist kein Kavaliersdelikt“, stellt Nico Tim Glöckner, Leiter des Bereichs Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung, klar.

Der kommunale Ordnungsdienst (KOD) bezieht deshalb die Friedhöfe in seine Streifengänge mit ein; denn selbst auf den Gräbern verschwinden vom Pflanzbeginn im Frühjahr an Blumen oder auch ganze Blumenschalen. Wird ein Blumendieb auf frischer Tat ertappt, kann der KOD ihn festhalten, bis die Polizei eintrifft. Werden Blumen, Grablichter oder andere Gegenstände von Gräbern gestohlen, sollten die Betroffenen bei der Polizei Anzeige erstatten, rät Nico Tim Glöckner.

Seit Jahren bemüht sich die Stadt, auf Verkehrsinseln, entlang von Straßen und auf allerlei weiterer Freiflächen im Stadtgebiet Blumenwiesen und Staudenbeete anzulegen, um Bienen und anderen Insekten Nahrungsquellen und Rückzugsräume zu bieten. Außerdem möchte der Betriebshof mit diesen mehrjährigen Pflanzungen auch einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten.

Konterkariert werden diese Bemühungen, wenn sich unvernünftige Zeitgenossen an den Pflanzen vergreifen, sie pflücken, um sie zu Hause in die Vase zu stellen, sie ausgraben, um sie in den eigenen Garten zu setzen oder sie einfach ausreißen, um sie wegzuwerfen. Wer in städtischen Anlagen Blumen klaut, vergreift sich an städtischem Eigentum und erhöht damit auch die Kosten der Stadt, die sich bekanntlich aus Steuergeldern finanziert.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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