Die Mitarbeiter des Kehler Betriebshofs haben alle Hände voll zu tun
Sportplätze werden für den Spielbetrieb fit gemacht

Ein Tiefenlockerungsgerät sorgt dafür, dass der Rasen besser wachsen kann.
  • Ein Tiefenlockerungsgerät sorgt dafür, dass der Rasen besser wachsen kann.
  • Foto: Stadt Kehl
  • hochgeladen von Christina Großheim

Kehl (st). Der Frühling ist da und das bedeutet auch, dass die Kehler Vereine wieder im Freien spielen und trainieren können. Die Mitarbeiter des Betriebshofs sind deshalb dabei, die 25 städtischen Sportplätze auf Vordermann zu bringen. Auf dem Spielfeld II in Sundheim und auf dem Sportplatz in Neumühl war bereits die Spezialmaschine „Verti Drain“ im Einsatz, um die Erde aufzulockern und den Wasserabfluss und die Belüftung des Bodens zu verbessern.
Pünktlich zum Beginn der Vegetationsperiode, also dem Zeitraum, in dem Pflanzen blühen und wachsen, starten die Mitarbeiter des Betriebshofes jährlich mit der Regeneration der Spielfelder, welche die Kehler Vereine für Sportaktivitäten nutzen. Dieses Jahr konnten sie wegen der niedrigen Temperaturen erst später als üblich mit ihrer Arbeit beginnen – und haben aufgrund des harten Winters auch besonders viel zu tun: „Wir hatten einen Winter wie seit acht Jahren nicht mehr“, sagt Frank Wagner, der Leiter des Bereichs Grünflächen am städtischen Betriebshof, „durch Schnee und Frost sind einige Schäden auf den Spielfeldern entstanden.“

Durch den Frost hätten sich die obersten Schichten auf den Rasensportflächen stellenweise aufgewölbt, so dass unschöne Hügel entstanden sind. Um das Feld wieder zu ebnen, setzen die Betriebshof-Mitarbeiter zunächst einen „Igel“ ein: So nennt sich die große, runde Stahlbürste, die an einem Traktor befestigt ist und über das Feld gezogen wird. Nachdem der Igel seine Arbeit verrichtet hat, glättet ein Walzenmäher die Fläche erneut.

Um das Wachstum des Grases auf den Plätzen anzuregen, kommt zusätzlich das Tiefenlockerungsgerät „Verti Drain“ zu Einsatz. Mit langen dünnen Metallstäben sticht es Löcher in die Erde. Dadurch wird diese nicht nur aufgelockert, sondern auch belüftet und wasserdurchlässiger gemacht – was wiederum das Wachstum des Grases auf den Sportplätzen begünstigt. Das Wachstum muss bis zu einem bestimmten Punkt vorangeschritten sein, damit die Betriebshof-Mitarbeiter mit dem nächsten Schritt in der Regeneration der Plätze beginnen können: dem Einarbeiten von Sand in die Erde. Damit das Gras dadurch nicht geschädigt wird, müssen seine Wurzeln stark genug sein.

Noch ist das Gras auf den städtischen Sportplätzen nicht genug gewachsen – mit dem Auftragen des Sandes müssen die Betriebshof-Mitarbeiter also noch warten. Reichlich Material haben sie dafür schon gelagert: Insgesamt 710 Tonnen Sand sollen dieses Jahr auf den städtischen Sportplätzen verteilt werden. Das ist wesentlich mehr als üblich, sagt Frank Wagner. Ganze 110 Tonnen Sand kommen beispielsweise auf das Spielfeld II in Sundheim – 2015 wurden dort nur 80 000 Tonnen verwendet. Geschuldet sei der hohe Bedarf ebenfalls dem harten Winter, erklärt Frank Wagner.

Zur Regeneration der Sportplätze im Frühjahr zählen neben dem Auflockern der Erde und dem Einbringen von Sand auch noch andere Tätigkeiten wie die Entfernung von Moos und Rasenfilz. Ebenso muss auf den Spielfeldern Dünger und Rasensaat verteilt werden. Jede Sportfläche wird nach einem genau auf sie abgestimmten Bedarfspflegekonzept behandelt, das sowohl wirtschaftlich als auch umweltfreundlich ist, wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung schreibt.

Die individuellen Pflegekonzepte sind notwendig, weil die Spielfelder unterschiedlich beschaffen sind: Manche Böden auf Rasensportplätzen bestehen zum Beispiel aus mehreren Schichten – einer Trag- und einer Deckschicht sowie einer zwischengelagerten dynamischen Schicht, andere verfügen nur über eine dünne Deckschicht. Ebenso gibt es auf manchen Sportstätten Beregnungsanlagen für die Bewässerung oder Drainageeinrichtungen für das Abführen überflüssiger Wassermengen – andere sind wiederum nicht mit solchen technischen Hilfsmitteln ausgestattet. Sportplätze mit einer einfachen, dünnen Rasenschicht, die nicht künstlich be- oder entwässert werden, benötigen eine besonders intensive Behandlung.

Bisher wurden unter anderem bereits die Sportplätze in Sundheim, Kork, Auenheim, Leutesheim und in Neumühl bearbeitet, in den kommenden Tagen werden sich die Betriebshof-Mitarbeiter die Flächen in Querbach und Goldscheuer vornehmen. Spätestens in drei Wochen sollen alle 25 Kehler Sportplätze wieder auf Vordermann sein, sagt Frank Wagner; „wir hoffen, dass das Wetter mitspielt und wir mit unserer Arbeit wie geplant voranschreiten können.“

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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