Steigende Übernachtungszahlen in Lahr zeugen von starkem Tourismusjahr
Chrysanthema zählt zu wichtigsten Attraktionen

Stadt- und Weinführungen gehören zu den Klassikern des Lahrer Angebots für Einheimische und Touristen.^ Foto: Stadt Lahr
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Lahr. 77.129 Übernachtungen verzeichnen die Lahrer Hotelbetriebe im vergangenen Jahr. Von der Statistik erfasst sind nur Betriebe mit mehr als neun Betten. Das Übernachtungsplus von rund einem Prozent entspricht dem Übernachtungsmarkt in der Ortenau, die das touristische Jahr mit einem Plus von knapp zwei Prozent abschloss.

Spitzenmonate für Nächtigungen in Lahr sind die klassischen Urlaubsmonate von Mai bis Oktober, wobei im August die Aufenthaltsdauer mit durchschnittlich 2,5 Tagen den höchsten Jahreswert aufwies. „In Lahr verzeichnen wir einen deutlichen Zuwachs an Übernachtungen aus dem Inland im vergangenen Jahr“, informiert Friederike Ohnemus, Leiterin der Abteilung Ratsangelegenheiten, Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing. „Dies lässt sich mit der guten Konjunktur und den damit einhergehenden Geschäftsreisen sowie dem landesweiten Trend zum Binnentourismus erklären“.
Die Chrysanthema zählt weiterhin zu einer der wichtigsten touristischen Destinationen im Schwarzwald. Mit rund 367.000 Besuchern im vergangenen Jahr toppt das Blumen- und Kulturfestival touristische Leuchttürme, wie die Vogtsbauernhöfe, die im vergangenen Jahr rund 220.000 Besucher verzeichneten.

Berücksichtigt man die Ferienwohnungen und Privatzimmer kann man von rund 24000 zusätzlichen Übernachtungen im Privatsektor in Lahr ausgehen. Zu diesem Ergebnis kommt die Erhebung des renommierten Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institutes für Fremdenverkehr (dwif) aus München, die im vergangenen Jahr vom Stadtmarketing mit der Untersuchung der touristischen Zahlen für 2015 beauftragt wurden. Rund 3.300 Übernachtungen bei Privatanbietern entfielen davon auf Reichenbach (2.215 Übernachtungen im Jahr 2015), wo 15 der insgesamt 68 Ferienwohnungen und Privatzimmer in Lahr liegen.

„Unsere touristische Arbeit richtet sich gleichermaßen an die Lahrer, deren Gäste und die Besucher unserer Stadt“, erklärt Martina Mundinger vom Stadtmarketing. „Neben der Überarbeitung bestehender Broschüren und die Erarbeitung neuer touristischer Publikationen, koordinieren wir Stadt- und Themenführungen, engagieren uns als Veranstaltungspartner und organisieren einzelne Events, wie die Chrysanthema und das Stadtfest in diesem Jahr“.
Neben 523 Chrysanthema-Führungen mit rund 10.460 Gästen (10.100 Besucher 2015) organisierte das Stadtmarketing im vergangenen Jahr 160 Stadt- und Themenführungen mit rund 2.720 Gästen. Das sind 26 Prozent mehr Gäste bei Führungen im Vergleich zum Vorjahr. Reges Interesse gibt es für privat gebuchte Themenführungen, die für Betriebs- oder Vereinsausflüge genutzt werden oder Rahmenprogramm für besondere Anlässe sind. Hier konnte die Hundertermarke im vergangenen Jahr geknackt werden (88 private Buchungen 2015).

Besonders beliebt sind die speziell für Kinder ausgearbeitete Führungen durch die Innenstadt bei Schulen: Über 290 Schüler nahmen im vergangenen Jahr an einer Führung zur Stadtgeschichte teil.

Die 2014 vom Stadtmarketing konzipierte GPS-Tour durch die Lahrer Innenstadt ist zum festen Bestandteil der touristischen Angebotspalette geworden. 2016 navigierten sich rund 200 Kinder per GPS-Koordinaten durch die Stadtgeschichte. Die GPS-Tour ist nicht nur für Touristen interessant – viele Lahrer Familien nutzen das Angebot als besondere Aktion für Kindergeburtstage.

Auch der im vergangenen Jahr neu eingerichtete städtische Wohnmobilstellplatz wird sehr gut angenommen und erhält in den sozialen Netzwerken überaus positive Bewertungen. Von Mitte Juni bis Mitte Dezember nutzten über 530 Wohnmobilisten den Platz, der allerdings die große Nachfrage an Stellplätzen während der Chrysanthema nicht auffangen konnte. Mit den Wohnmobilisten wird zusätzliche Kaufkraft für die Lahrer Innenstadt erzeugt. Urlauber im Wohnmobil geben laut Deutscher Tourismusverband rund 40 Euro pro Person am Tag für Gstronomie, Einkaufen sowie Freizeit- und Kulturangebote aus.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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