ORTENAU, 19. April 2014

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10.02.2013
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112 kann Leben retten – wichtiger Service in Extremsituationen

Europaweiter Aktionstag zur einheitlichen Notrufnummer


Bereits jetzt gut sichtbar auf den Fahrzeugen der Feuerwehr Oberkirch: die europaweite Notrufnummer 112 für alle Rettungsdienste. Stadtbrandmeister Florian Retsch informierte zum europaweiten Aktionstag am 11. Februar über die neue Notrufnummer.

Ortenau. Die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 kann Leben retten. Um das noch mehr Menschen ins Gedächtnis zu rufen, gibt es seit mittlerweile fünf Jahren am 11. Februar einen europaweiten Aktionstag.

In Deutschland würden zwar 75 Prozent der Befragten die Nummer kennen. Es sei aber nur 19 Prozent bewusst gewesen, dass die gebührenfreie 112 europaweit gelte. In allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union kann über die 112 Hilfe gerufen und Feuerwehren, Rettungs- oder Hilfsdienste alarmiert werden. Unter dieser Kurzwahlnummer erreiche der Hilfesuchende seit Ende 2008 jederzeit eine Leitstelle, die – je nach Notfall – Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei verständige.

Das Verbreitungsgebiet umfasst neben allen EU-Mitgliedsstaaten auch die Türkei, Schweiz, Serbien, Island, die Färöer-Inseln, Liechtenstein, Norwegen, Andorra, Monaco und San Marino. Besonders für Reisende ist dieser große Geltungsbereich ein wichtiger Service, der in Extremsituationen auch Leben rette könne. Man muss nicht die Telefonnummer des jeweiligen Landes kennen, sondern kann unter der von zuhause bekannten Nummer Hilfe rufen.

Einer von der EU im Februar 2011 veröffentlichten Umfrage zufolge sei nur knapp über ein Viertel (26 Prozent) der befragten EU-Bürger bewusst, dass man über die 112 an jedem Ort in der EU die Polizei, Feuerwehr oder medizinische Hilfe erreichen kann. Nur in fünf Ländern (Luxemburg, Tschechische Republik, Slowakei, Finnland und Polen) habe die Mehrheit der Bevölkerung gewusst, dass die 112 eine europaweite Notrufnummer sei. Die Notrufe können von jedem Telefon, egal ob Festnetz oder Mobilfunknetz, ohne Vorwahl abgesetzt werden. Bei Überlastung der Netze werden Notrufe 112 priorisiert, das heißt, andere Verbindungen eventuell getrennt, um den Notruf absetzen zu können.

Außerdem werden Informationen zum Standort und der Name des Telefonhalters automatisch an die Leitstelle übermittelt, um eine schnelle Ortung eines potentiellen Unfallopfers zu erleichtern. Neben dem Euro-Notruf sind die nationalen Notrufnummern ebenfalls gültig, etwa in Deutschland der Polizei-Notruf 110. Diese Nummer ist den Bürgern seit Jahrzehnten bekannt und fest im Gedächtnis der Bevölkerung verankert. Das soll auch für die europaweit gültige 112 erreicht werden, damit es in der Europäischen Union noch einfacher wird, überall schnell Hilfe zu bekommen.


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