ORTENAU, 21. April 2014

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10.02.2013
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Nur Lahrer Polizeirevier nutzt für Fasnachtsveranstaltungen den Platzverweis

Aufenthaltsverbot für Randalierer ist Ausnahme


Post von der Polizei: Mit amtlichen Aufenthaltsverboten hält die Polizei Emmendingen bekannte Störer von Fasnachtsveranstaltungen fern. Foto: st

Ortenau. Nicht nur für gewalttätige Männer gegen ihre Ehefrauen gibt es einen Platzverweis. Dieses Instrument eines amtlichen Aufenthaltsverbots nutzt im Bereich Emmendingen die Waldkircher Polizei ebenfalls, um unliebsame Störer und gewaltbereite Spielverderber während der Fastnacht von Veranstaltungen fernzuhalten.

Im Vorfeld wurden alle Namen derjenigen zusammengetragen, die in jüngster Zeit bei ähnlichen Veranstaltungen übermäßig negativ aufgefallen sind. Wer also beispielsweise in der Silvesternacht, bei anderen Narrentreffen oder Großveranstaltungen einen anderen verletzt oder bedroht hat; wer mutwillig Sachbeschädigungen und Vandalismus begangen hat; wer sich den Maßnahmen von Ordnungshütern aggressiv entgegengestellt hat oder Polizeibeamte beleidigt, bespuckt oder getreten hat, hat an diesem Wochenende für den Bereich des Waldkircher Narrendorfes ein amtliches Aufenthaltsverbot. Wer von diesen Personen trotzdem kommt, muss die Nacht in der Gewahrsamseinrichtung der Polizei verbringen, wird zu einem Bußgeld in dreistelliger Höhe verdonnert und erhält zudem einen Gebührenbescheid. 15 Personen stehen in Waldkirch auf der Liste.

In der Ortenau nutzt allein das Polizeirevier Lahr diese Maßnahme, um Störenfriede im Vorfeld von Großveranstaltungen fernzuhalten, erklärt Polizeisprecher Hans Peter Huber. Dort stehen zwei Personen auf der Liste. Mit dem Ergebnis, dass beim Lahrer Narrentag vor zwei Wochen einer der Gewalttäter auftauchte. Allerdings konnte er im Trubel der Narren untertauchen und entkommen. Der nächtliche Aufenthalt im Polizeigewahrsam blieb ihm somit erspart, der Bußgeldbescheid nicht. In Lahr und allen anderen Revieren werde bisher viel Arbeit in die Schulung der Ordner bei solchen Großveranstaltungen gesteckt, erklärt die Polizeidirektion. Die bisherigen Ergebnisse seien so, dass diese Maßnahme für die Ortenau bisher nicht weiter verfolgt werde.

Wie in Waldkirch auch, arbeiten Veranstalter, Gastwirte, Narrenzünfte, Stadtverwaltung und Polizei zusammen. Alle mit dem Ziel, einen friedlichen Verlauf solcher Veranstaltungen sicher zu stellen. In Waldkirch hätten die Maßnahmen dafür gesorgt dass die Fasnacht spürbar befriedet worden sei und wieder ein fröhliches Fest geworden sei. Für die Ortenau gab es allerdings bisher auch kaum gewalttägige Ausreißer. Auch nicht  bei der „Narrennacht“ in Oberkirch, bei der nach Einschätzung der Polizei mehr Narrenvolk als sonst unterwegs war. Im Laufe des Abends und der Nacht zum Freitag gab es insgesamt nur wenige besondere Vorkommnisse zu verzeichnen – meist bedingt durch übermäßigen Alkoholkonsum, allerdings auch durch Jugendliche. Aber die Ruhestörung war das Hauptproblem.


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