100-Tage-Bilanz von Tobias Uhrich
Im Alltag des Amtes angekommen

In dieser Woche hat Tobias Uhrich die ersten 100 Tage als Neurieder Bürgermeister hinter sich.
  • In dieser Woche hat Tobias Uhrich die ersten 100 Tage als Neurieder Bürgermeister hinter sich.
  • hochgeladen von Christina Großheim

Neuried (gro). Nur noch wenige Tage, dann hat Tobias Uhrich die ersten 100 Tage im Amt als Neurieder Bürgermeister bereits hinter sich. "Die Zeit ist viel zu schnell vergangen", sagt er. Genutzt hat er sie, um seine Mitarbeiter im Rathaus, aber auch die Gemeinde- und Ortschaftsräte kennenzulernen. "Und ich habe die Ortsteile bereits besucht", so Uhrich, der zugibt, dass er gerne noch mehr Kontakte geknüpft hätte, was durch die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie aber nicht möglich gewesen sei.

Ihn freut, dass die Bürgersprechstunden, die er angeboten hat, regen Zulauf hatten. "Die Bürger hatten ihre Anliegen, aber manche kamen auch nur, um mich kennenzulernen", erzählt er. In Kürze werde eine neue Runde der Sprechstunden in allen fünf Ortsteilen starten. "Ich möchte, wenn möglich, das Angebot vier mal im Jahr machen." Es ist ihm ein Anliegen, für die Bürger erreichbar zu sein. "In Neuried sind die Wege der Kommunikation deutlich kürzer als in Offenburg", sagt Uhrich schmunzelnd.

"Viele Bürger denken in ihren Ortsteilen", hat Uhrich festgestellt. Er wünscht sich, dass die Identifikation mit der Gesamtgemeinde wächst. "Diesen Prozess möchte ich gerne anstoßen", verrät er. Ihm sei aber auch klar geworden, dass man sich als Bürgermeister Zeit lassen müsse, um Dinge umzusetzen. "Meine Ziele aus dem Wahlkampf habe ich nicht aus den Augen verloren. So bin ich im Augenblick an dem Thema schnelles Internet dran."

Dazu kommen die besonderen Umstände, die zur Bürgermeisterwahl in Neuried geführt hatten. "Die Trauerzeit um meinen Vorgänger ist noch nicht vorbei", stellt Uhrich fest. "Höchster Respekt an die Mitarbeiter der Verwaltung und die ehrenamtlichen Bürgermeisterstellvertreter, wie sie den Laden zusammengehalten haben und das laufende Geschäft erledigt haben. Doch viele Großprojekte mussten in dieser Zeit liegen bleiben." Damit meint er unter anderem den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses, die Nordtangente, das Schulhaus Ichenheim, das Bürgerhaus Schutterzell oder die Frage, wie es mit dem "Adler" weitergehe. "Nicht zu reden vom Hugschen Anwesen", zeigt er die Herausforderungen der Zukunft auf. Durch die Coronakrise sei die Gemeinde finanziell gut gekommen. "Neuried hat nie über seine Verhältnisse gelebt", zollt er seinen Vorgängern Anerkennung. "Ich würde gerne einen Neujahrsempfang im nächsten Jahr anbieten, um den Vereinen eine Plattform zu bieten", erzählt er von seinen Ideen. Denn die hätten unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie besonders gelitten.

Er hofft, dass mit der Entscheidung im Gemeinderat künftig den Parkraum am Forum am Rhein zu bewirtschaften, etwas Ruhe in das Thema einkehrt. "Ab 2022 soll der Parkplatz, den die Gemeinde baut, bewirtschaftet werden. Die Gebühren sollen so gestaltet werden, dass auch ein Vater, der mit seinen Kindern den Auenwildnispfad besuchen möchte, damit leben kann." Ihm gefällt die Idee, einen Euro von jedem Parkticket in einen Umweltschutzfonds zu geben und damit Projekte in diesem Bereich umzusetzen. "Es soll eine Wertschöpfung für die Gemeinde aus den Mitteln erfolgen", erklärt Uhrich. Dazu müsse aber auch ein Ordnungswesen mit einem Gemeindevollzugsdienst aufgebaut werden. "Der soll nicht nur die Situation am Forum im Rhein kontrollieren, sondern auch dafür sorgen, dass manche Dinge, die an den Neurieder Baggerseen immer wieder aus dem Ruder laufen, nicht mehr möglich sein werden", wirbt Tobias Uhrich für die Idee. "Wir versuchen, dort schon in dieser Saison Ordnung reinzubekommen. Aber auch das wird ein Prozess werden."

Rückblickend auf die ersten Wochen seit dem 15. April stellt er fest: "Ich fühle mich positiv in der Gemeinde aufgenommen. Ich fühle mich pudelwohl und fahre jeden Tag gerne nach Neuried."

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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