Rückbesinnung auf Holz
Heimischer Baustoff wird von der Stadt genutzt

Oberkirch (st). Die Stadt Oberkirch setzt bei aktuellen Bauprojekten auf den heimischen Baustoff Holz. Bereits in der Vergangenheit wurden gute Erfahrungen damit gesammelt. Oberbürgermeister Matthias Braun ist von der Holzbauweise für städtische Gebäude überzeugt.

Alle zwölf Sekunden wachsen in Deutschland genug Bäume für ein neues Wohnhaus nach, so schilderte es ein Nachrichtenmagazin im Januar, als es von einem Trend in Sachen Holzbauweise berichtete. Eine Entwicklung, die aber schon längst in Oberkirch angekommen ist. Der Wald als Lieferant des nachwachsenden kohlendioxidneutralen Rohstoffs Holz liegt quasi in Sichtweite.

Neuer Kindergarten in Holzmassivbauweise

Bereits in seiner Haushaltsrede im Jahr 2019 ging Oberbürgermeister Braun auf die Vorzüge der Holzbauweise ein. „Für den Neubau des Kindergartens in Nußbach in vollmassiver Holzbauweise würden rund 400 Kubikmeter Holz verbaut werden“, verdeutlichte damals das Stadtoberhaupt. „Diese Menge hätte eine positive CO2-Bilanz von 630 Tonnen und würde in rund zehn Stunden in unseren heimischen Wäldern nachwachsen.“ Schon im vergangenen Jahr hat sich der Ortschaftsrat mit den Planungen für den künftigen Kindergarten beschäftigt. Das gegenüber der Krongutschule entstehende Gebäude wird dann drei Gruppen für Kinder über drei Jahren und zwei Krippen für Kinder beherbergen. Der Ersatzbau für den aus den 50er Jahren stammenden Kindergarten der Ortschaft wird als Holzmassivbau entstehen.

Der künftige Kindergarten in Nußbach wird dann aber nicht die erste in Holzbauweise errichtete Einrichtung auf dem Gebiet von Oberkirch sein. Ganz aktuell erfolgt der Anbau für die Sozialräume der Freibadmitarbeiter mit dem heimischen Baustoff Holz.

Neue Halle in Bottenau entsteht aus Holz

Deutlich größer wird die geplante Halle für die Ortschaft Bottenau. Auch dort wird Holz als Baustoff zum Einsatz kommen. Im Bereich des Hallendaches werden für die Tragkonstruktion Brettschichtholzbinder eingesetzt. Für eine gute Raumakustik wird eine Holzdecke mit Akustik-Leistenprofilen zum Einsatz kommen. Die Hallenwände werden umseitig mit Prallwänden aus Weißtannenholz ausgestattet. Im Bodenaufbau des vorgesehenen flächenelastischen Sportbodens sind ebenfalls Holzwerkstoffe enthalten. Im Bereich der Sanitärräume werden die Außenwände teilweise mit einer Holzschalung verkleidet.

Neben den Argumenten der Nachhaltigkeit und der Klimaneutralität sprechen auch eine verkürzte Planungs- und Bauzeit für den Einsatz von Holz. Mit der Rückbesinnung auf das traditionelle Baumaterial des Schwarzwaldes springt Oberkirch nicht auf einen Trend auf, sondern verfolgt einen längst eingeschlagenen Weg konsequent weiter, wenn es die Vorteile der Holzbauweise bei neuen Projekten prüft und zum Einsatz bringt.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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