„Beispielhaftes Bauen“
Vinotorium erneut preisgekrönt

Das Vinotorium der Oberkircher Winzer eG wurde von der Architektenkammer Baden-Württemberg mit der Auszeichnung „Beispielhaftes Bauen“ gewürdigt.
  • Das Vinotorium der Oberkircher Winzer eG wurde von der Architektenkammer Baden-Württemberg mit der Auszeichnung „Beispielhaftes Bauen“ gewürdigt.
  • Foto: Oberkircher Winzer eG/Jigal Fichtner
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Oberkirch (st). Mit der Auszeichnung „Beispielhaftes Bauen 2014-2020“ wurde das Vinotorium der Oberkircher Winzer eG durch die Architektenkammer Baden-Württemberg gewürdigt. Insgesamt waren im Ortenaukreis 111 Arbeiten eingereicht und 25 Objekte sind gekürt worden. Die Schirmherrschaft hatte Landrat Frank Scherer übernommen.

Ziel des Wettbewerbs ist es, „beispielhafte Architektur im konkreten Lebenszusammenhang aufzuspüren und Architekten und Bauherren für ihr Engagement zu ehren“, heißt es seitens der Architektenkammer. So sorgt die Auszeichnung auch bei den Architekten Müller + Huber/Echomar Oberkirch für große Freude.

Maßgefertigtes Mobiliar

Die Begründung der Jury findet lobende Worte für das Vinotorium: „Wer den Geist der Oberkircher Winzer verstehen möchte, muss sich in den Keller begeben. Ohne zusätzliche Flächen zu verbrauchen, wurde er unter dem bestehenden Parkplatz der Genossenschaft errichtet. Beispielhaft ist die Verwendung der 18 Tonnen Lehm als Wandbelag, der für ein außerordentliches Raumklima sorgt. Ebenfalls nachhaltig ist die leichte Holzkonstruktion an der Decke, welche gekonnt die Form eines Gewölbekellers imitiert. Das maßgefertigte Mobiliar überzeugt mit vielen Details. Ein Blickfang ist der an der Wand nachgebildete Querschnitt eines Weinbergs mit all seinen Bodenschichten. Er zeigt den Weg des Weines über die Wurzel zur Rebe bis ins Glas.“

Neue Schwarzwaldbaukultur

Die Oberkircher Architekten sehen in dem preisgekrönten Objekt auch die Aufgabe einer neuen Schwarzwaldbaukultur. Diese neue Baukultur müsse an das traditionelle Wissen anknüpfen und es mit einem neuen Selbstverständnis, neuen Entwurfsmethoden und neuen Produktionsprozessen in die Zukunft entwickeln. Geschäftsführender Vorstand Markus Ell und sein Team sind stolz auf ihre „Kathedrale des Weins“. Ein Jahr lang haben sie Lärm, Staub und Schmutz ausgehalten bis alles fertiggestellt war. Nun erfreuen sie sich an der realisierten Idee an ihrer Vision. Bereits im vergangenen Jahr war das Vinotorium mit dem ersten Badischen Architekturpreis ausgezeichnet worden. „Wir spüren, wenn die Besucher das Vinotorium betreten, wie positiv die Architektursprache wirkt“, betont Geschäftsführender Vorstand Markus Ell. Neben Weinproben können im Vinotorium in Zusammenwirken mit der Stadt Oberkirch auch Trauungen stattfinden.

Autor:

Matthias Kerber aus Offenburg

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