Optionen bei Ausbildungsplatzsuche
Individuelle Beratung für den Wunschberuf

Horst Sahrbacher, Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Agentur für Arbeit
  • Horst Sahrbacher, Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Agentur für Arbeit
  • Foto: Agentur für Arbeit
  • hochgeladen von Rembert Graf Kerssenbrock

Die Agentur für Arbeit ist ein zentraler Ansprechpartner bei der Suche von schulabgängern nach Lehrstellen und Unternehmen nach Auszubildenden. Rembert Graf Kerssenbrock sprach mit Horst Sahrbacher, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Offenburg, über die aktuelle Situation.

Die Agentur bietet eine Woche der Ausbildung an. Was wird dort geboten?
Die diesjährige Woche der Ausbildung findet vom 16. bis 20. März statt. Diese bundesweite Aktionswoche der Bundesagentur für Arbeit soll Jugendlichen die Vorteile und Chancen einer beruflichen Ausbildung aufzeigen. Auch professionelle Bewerbungsfotos können direkt und kostenfrei vor Ort gemacht werden. Darüber hinaus geben die Berater in einem individuellen und vertrauensvollen Beratungsgespräch Hilfestellungen bei der Suche des eigenen Wegs zum Wunschberuf oder Studiengang.

Wie ist die Situation bei den Ausbildungsstellen?

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres haben Betriebe der Agentur für Arbeit Offenburg 3.572 Ausbildungsstellen gemeldet, davon waren Ende September noch 424 unbesetzt. Nicht alle jungen Menschen haben – trotz guter Chancen auf dem Ausbildungsmarkt – einen Ausbildungsvertrag bekommen. 25 Jugendliche waren Ende des Berufsberatungsjahres noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder einer anderen Alternative wie zum Beispiel dem Besuch einer weiterführenden Schule. Viele Aspekte, wie zum Beispiel die fehlende Mobilität, die Schulnoten oder der Schulabschluss, auch die sozialen Kompetenzen spielten dabei oft eine große Rolle. Aber auch die Erwartungen der Betriebe und die Erwartungen der Jugendlichen stimmen nicht immer überein.

Wie hat sich bei der Ausbildung der Anteil der französischer Schüler entwickelt?
Die Zahl der Auszubildenden aus Frankreich hat deutlich zugenommen: Waren es 2010 am gesamten Oberrhein noch 35 Ausbildungsverträge, so haben 2019 schon 139 französische Schüler eine duale Berufsausbildung in deutschen Betrieben begonnen. 38 davon beteiligten sich am Modell der „Grenzüberschreitenden Berufsausbildung“, das heißt: Sie besuchten die Berufsschule in ihrem Heimatland und absolvierten den praktischen Teil der Ausbildung in Betrieben auf der deutschen Seite.

Wie verläuft die Integration bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund?
Es ist zu beobachten, dass immer mehr dieser Jugendlichen in den Ausbildungsmarkt einmünden. Von Oktober 2018 bis September 2019 waren 189 dieser Bewerber gemeldet, die eine Ausbildungsstelle suchten. Im Herbst begannen 84 Jugendliche mit ausländischen Wurzeln eine duale Ausbildung. Die wichtigste Voraussetzung ist jedoch, dass sie gute Deutschkenntnisse mitbringen. Damit sie die Anforderungen der Berufsschule meistern, können sie wie alle Auszubildenden einen kostenlosen von der Arbeitsagentur finanzierten Stützunterricht erhalten.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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