Unbürokratische Nachbarschaftshilfe
In Windschläg sind die Bürger füreinander da

Die Gründungsmitglieder der Nachbarschaftshilfe
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  • hochgeladen von Christina Großheim

Offenburg-Windschläg (tf). Als 2016 in der Ortsverwaltung und dem Offenburger Seniorenbüro die Idee einer Nachbarschaftshilfe für Windschläg aufkam, gab es weder konkrete Ansätze noch Helfer. Doch dem sollte schnell Abhilfe geschaffen werden. Ein Aufruf, gekoppelt mit einem Fragebogen im Amtsblatt war der Startschuss.

"Es wurden Mitstreiter für eine Konzeptgruppe gesucht und so bin ich dann in die Nachbarschaftshilfe gerutscht", so der erste Vorsitzende Peter Höfler lachend. Mittlerweile verantwortet er unter anderem die komplette Mitgliederverwaltung. Die Anzahl der Vereinsmitglieder hat sich von den anfänglichen 49 Gründungsmitgliedern mehr als verdoppelt.

Herzstück sind die Helfer

Doch das Herzstück des am 19. Mai 2017 gegründeten Vereines "Gemeinsam in Windschläg – Nachbarschaftshilfe e. V." sind die Helfer, die von Einsatzleiterin Miriam Moryson betreut und koordiniert werden. "In unserer Datenbank sind alle potentiellen Helfer aufgelistet", so Höfler. "Wenn eine Anfrage kommt, kann sofort die richtige Person herausgefiltert werden." Die Erstanfrage läuft über Moryson, die auch für das Zusammenbringen der Parteien zuständig ist. "Wer Hilfe sucht, kann sich direkt an uns oder an die Ortsverwaltung wenden", erklärt der erste Vorsitzende. Miriam Moryson prüft die Anfrage und sucht den passenden Helfer heraus.

Hilfe im Alltag ist wichtig

Gab es im Jahr 2017 schon 25 Helferstunden, waren es in 2018 bereits 250. "Hilfe für den Alltag wird zunehmend wichtiger", betont dann auch Peter Höfler. "Eines unserer Ziele ist, dass möglichst viele Menschen möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung leben können." Der Verein gibt die rechtliche Rahmenstruktur vor, damit die Helfer in der Nachbarschaftshilfe in einer sicheren Umgebung tätig werden können und dabei auch haftpflicht- und unfallversichert sind. Aktuell geht es bei den Hilfeleistungen zumeist um kleinere Unterstützung zur Alltagsbewältigung wie Begleitung beim Einkaufen, Gesellschaft leisten oder auch mal den Rasen mähen.

Das Alter ist dabei zweitrangig – in der Nachbarschaftshilfe engagieren sich Menschen zwischen 18 und 81 Jahren. "Wir freuen uns über jeden, der kleine Freiräume hat, in denen er seinen Windschläger Mitbürgern Hilfestellung geben kann", so Höfler. Eine Mitgliedschaft erfordert nicht gleichzeitig ein Hilfeangebot. Man kann den Verein auch als passives Mitglied mit einem jährlichen Beitrag von mindestens zwölf Euro unterstützen.

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