Landesgartenschau-Pläne
Kinzig-Renaturierung als zentrales Vorhaben

"Es fehlen nur noch die Schiffe": Bürgermeister Oliver Martini nennt die kanalartig begradigte Kinzig eine "Schnittwunde" für die Stadt, die mit einer Landesgartenschau geheilt werden soll.
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  • "Es fehlen nur noch die Schiffe": Bürgermeister Oliver Martini nennt die kanalartig begradigte Kinzig eine "Schnittwunde" für die Stadt, die mit einer Landesgartenschau geheilt werden soll.
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Offenburg (rek). Auf einer Länge von sechs Kilometern ab dem Großen Deich soll die Kinzig ihren bisher typischen kanalartigen Charakter verlieren, renaturiert werden und sollen neue dauerhafte Freiräume mit hoher Aufenthaltsqualität im innerstädtischen Bereich geschaffen werden. Mit diesem vom Landschaftsarchitekturbüro Helleckes entworfenen Plan sieht Oberbürgermeisterin Edith Schreiner gute Chancen, im dritten Anlauf den Zuschlag für eine Landesgartenschau in Offenburg mit dem Wunschtermin für das Jahr 2034.

Die Pläne hat die Stadt bei einer Pressekonferenz präsentiert und zugleich zwei Partner an seiner Seite: den Offenburger Fußballverein (OFV) und die Hochschule Offenburg. Einen dritten Wunschpartner gebe es noch: Die Gespräche mit dem Haus Burda seien aber noch nicht so weit, erklärte Schreiner bei der Vorstellung.

Baubürgermeister Oliver Martini nennt die kanalisierte Kinzig eine "Schnittwunde" in der Stadt. Diese Wunde soll durch einen Umbau der Flusslandschaft im Zuge der Landesgartenschau geheilt werden. „Auf einer Länge von rund sechs Kilometern wollen wir dem Fluss wieder Raum geben und ein Stück seines ursprünglichen Charakters als Wildfluss zurückerobern, all das natürlich im Rahmen des nach wie vor notwendigen Hochwasserschutzes," so Martini.

Der Fluss soll künftig mehr Raum haben, das Wasser für Menschen erreichbar und erlebbar werden. Zwischen dem Ried im Norden und dem Wasserschutzgebiet im Süden werde der Fluss umgeformt und durch dauerhafte Erlebnisräume, Balkone, Sitzstufen und neue Sport- und Parkanlagen ergänzt. Insgesamt stellen sich die Planer einen Bereich von bis zu 30 Hektar für die Landesgartenschau vor.

Das Regierungspräsidium als zuständige Behörde für Umwelt- und Hochwasserschutz, gaben Schreiner und Martini ein Gespräch mit dessen Präsidentin Bärbel Schäfer wieder, gebe grünes Licht für die Pläne. Für den OFV hätte die Zusage zur Landesgartenschau weitreichende Folgen, da das Karl-Heitz-Stadion zum Plangebiet gehört: Als Ort für ein neues Stadion käme eine Fläche südlich des Südrings in Frage. OFV-Vorstand Jürgen Süss und Verwaltungsrat Manfred Buss sehen darin für die Bürger, die Stadt und den OFV einen Gewinn. Wenn die Stadt attraktiver sei, wirke sich das positiv für die Hochschule aus, unterstützte deren Rektor Winfried Lieber als Anrainer der Kinzig das Vorhaben ausdrücklich.

Einen ersten Termin zur öffentlichen Präsentation der Pläne wird es am Dienstag, 17. Juli, um 19 Uhr im Stadtteilzentrum im Bürgerpark geben.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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