• 31. Januar 2018, 15:38 Uhr
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Offenburg bewirbt sich für Zeitraum ab 2031 und erstellt Machbarkeitsstudie
Noch ist kein Gelände für Landesgartenschau im Visier

Offenburg aus der Luft: Wasser wird bei der Landesgartenschau eine bedeutende Rolle spielen – hier der Gifizsee mit der Kinzig links am Bildrand.
Offenburg aus der Luft: Wasser wird bei der Landesgartenschau eine bedeutende Rolle spielen – hier der Gifizsee mit der Kinzig links am Bildrand. (Foto: Peter Heck)

Offenburg (rek). Ohne die Vorgabe für ein bestimmtes Gelände hofft die Stadtverwaltung um die Bestätigung durch einen Grundsatzbeschluss für die Bewerbung der Stadt Offenburg für die Landesgartenschau. "Eine Landesgartenschau ist nicht nur für das Grün gedacht, sie soll auch städtebauliche Mängel beheben", erklärt Oberbürgermeisterin Edith Schreiner die Bewerbung. Entscheiden wird der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am Montag um 17 Uhr im Salmen. Nicht nur Bürgermeister Oliver Martini ist Feuer und Flamme gewesen, sondern auch der Ältestenrat des Gemeinderats mit den Fraktionsvorsitzenden.

Offenburg bewirbt sich für eine der Landesgartenschauen in den Jahren 2032 oder 2034. Die Stadt rechnet damit, dass sie sich bis Anfang 2019 beworben haben wird. Durch die anstehenden Grundsatzbeschluss will die Stadt zudem mit dem Karlsruher Landschaftsarchitekten-Büro Hellekes eine Machbarkeitsstudie erstellen. Dafür seien 110.000 Euro nötig, erklärt Oliver Martini.
"Wir wollen das wenige Grün zukunftsfähig machen, weil sich der Druck auf die bestehenden Erholungsräume erhöht", sieht Schreiner die Entwicklung durch steigende Einwohnerzahlen. Als "Paradebeispiel für Freiräume" wertet Martini die Ufer am Mühlbach. Weil es um eine längerfristige Perspektive für die Stadt gehe, würden die Landschaftsarchitekten keine speziellen Flächen zur Entwicklung im Rahmen einer Landesgartenschau genannt bekommen. "Wenn man Offenburg aus der Luft sieht, erkennt man, dass man am Thema Wasser kaum vorbeikommt", sieht Martini mit dem Gifizsee, der Kinzig und dem Mühlbach Möglichkeiten, auch wenn sie als Trennlinie wahrgenommen würden. Mit einer Reaktivierung von Flächen, die zu einer Verbesserung führen profitiere die gesamte Stadt.

Entsprechend soll eine Bürgerbeteiligung in den verbleibenden Monaten stattfinden. Zudem sollen Institutionen wie die Hochschule oder auch Unternehmen und Vereine sich beteiligen können. Als Ziel sieht es Martini, die Menschen zu begeistern. Die Studie soll noch bis zur Sommerpause vorliegen, um dann die weiteren Schritte anzugehen. Mit einem breiten Votum, auch durch den Gemeinderat habe die Stadt mit ihrer Bewerbung sicher größere Chancen, wertet Schreiner die Wirkung bei den Entscheidern in der Landesregierung.

Dass Offenburg mit seinen Bewerbungen 2001 und 2009 gescheitert ist, sage nicht unbedingt etwas über die Qualität der damaligen Bewerbungen aus. Ob es ein gutes Omen sei, dass bei den jetzt vergebenen Landesgartenschauen keine badische Stadt zum Zuge kam, sei offen. Dennoch: Das Land bemühe sich, auch immer eine gleichmäßige regionale Verteilung zu realisieren.
Der Zuschuss des Landes ist auf fünf Millionen Euro gedeckelt, beträgt bei geringeren Investitionen aber bis zu 50 Prozent. Hinzu kämen weitere Landesmittel im Sinne der Städtebauförderung.

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