Landesgartenschau 2032 in Offenburg
Oberzentrum hat den Zuschlag

So könnte sich der Offenburger Stadteingang im Jahr 2032 präsentieren.
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Offenburg (gro). Beim dritten Mal hat es geklappt: Die Landesgartenschau 2032 wird in Offenburg stattfinden. "Wir wurden um 10.08 Uhr vom Minister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, darüber informiert, dass des Landeskabinett die Vergaben für die Landesgartenschauen auf den Weg gebracht hat", verkündet Oberbürgermeister Marco Steffens in einer eilig einberufenen Pressekonferenz. "Ich habe mich sehr gefreut, denn viele Beteiligte aus der Verwaltung und den unterschiedlichsten Bereichen in der Stadt haben sich eingebracht." Es habe sich gezeigt, dass die Bewerbung Offenburgs für das Motto "Natur in Stadt und Land" den richtigen Ansatz habe. "Wir sind froh, dass wir so kurz vor Weihnachten jetzt Planungssicherheit haben", so der OB. Projekte wie die Landesgartenschau zeigten, dass Städte langfristig denken und arbeiten würden. "Wir haben noch zwölf Jahre Zeit, wir denken nicht nur in Quartalen." Eine Landesgartenschau, so Steffens, sei langfristige und nachhaltige Stadtentwicklung.

Baubürgermeister Oliver Martini ist von der Entscheidung ebenfalls begeistert. "Es ist ein Stadtentwicklungskonzept, ein Konjunkturprogramm für die ganze Stadt, denn es hängen viele Infrastrukturmaßnahmen daran." Martini gesteht: "Wir wollten eigentlich 2034, aber auch 2032 ist kein Problem für uns. Wir legen direkt los."

Kinzig zugänglich und erlebbar machen

Martini umreißt noch einmal kurz das Projekt: "Im Mittelpunkt steht unter anderem, die Kinzig für die Stadt zugänglich und erlebbar zu machen, dieser Ansatz hat überzeugt. Das Thema Wasser ist vielen Bürgern wichtig. Es soll ein Weg aus der Stadt in die Natur entstehen." Für den Bereich Stegermatt sei die Landesgartenschau eine Riesenchance, einen Entwicklungsschub nach vorne zu machen. Martini verbuchte den Aspekt unter dem Stichwort "soziale Stadt". "Wichtig ist, dass wir die einzelnen Maßnahmen mit den Bürgern entwickeln können, dass wir die Zeit haben und sie uns nehmen können." Der vorgeschriebene freiraumgestalterische Wettbewerb soll im Jahr 2021 über die Bühne gehen. "Darin geht es um das Ausstellungsgelände, aber auch darum, was an städtebaulicher Entwicklung dazukommt." Martini erinnerte an das Burda-Areal, die Verkehrsinfrastruktur, aber auch an den angestrebten Bahnhalt an der Messe Offenburg-Ortenau sowie die Sportstätten.

"Die Finanzierung wurde bereits hinterlegt", berichtet Finanzbürgermeister Hans-Peter Kopp. Bereits 2018/19 sei ein Fond ins Leben gerufen worden, der in den Beratungen zum Nachtragshaushalt am Montagabend durch die Fraktionen im Gemeinderat bestätigt worden sei. "Wir setzen jährlich ein Prozent unserer Steuerkraft – aktuell also eine Million Euro – pro Jahr ein", erklärt Kopp. Es habe in Offenburg immer wieder Zeiten gegeben, in denen es schwierig gewesen sei, dennoch seien große Projekte realisiert worden. Kopp erinnerte an die Konversion der Ihlenfeldkaserne zum Kulturforum oder das Messeprojekt 2010. "Der Erfolg der Messe gibt uns heute recht", ist sich Kopp sicher, dass auch die Landesgartenschau der Stadt gut tun werde.

Kosten stehen noch nicht fest

Die Gesamtkosten für das Projekt wollte von der Stadtspitze niemand nennen. "Jede Zahl zu diesem Zeitpunkt ist nicht verlässlich. Es hat noch nicht einmal der Wettbewerb stattgefunden", macht Kopp deutlich. Fest steht: Fünf Millionen Euro wird das Land zur Landesgartenschau dazugeben. Ein Blick auf die beiden Ereignisse in Kehl (2004) und Lahr (2018) zeige jedoch, dass weitere Fördermittel für flankierende Maßnahmen in die ausrichtenden Städte fließen würden. Die Landesgartenschau 2034 wird in Bad Mergentheim, die 2036 in Rastatt stattfinden.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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