Software zur Kategorisierung von Videodatenbeständen
Absolventen erhalten Gründerstipendium

Wolf-H. Blochowitz, Leiter des Gründerbüros (v. l.), die Stipendiaten Esther Arroyo Garcia, Christian Hirth, Frederik Böhm und Mentor des Projekts, Prof. Dr. Thomas Breyer-Mayländer
  • Wolf-H. Blochowitz, Leiter des Gründerbüros (v. l.), die Stipendiaten Esther Arroyo Garcia, Christian Hirth, Frederik Böhm und Mentor des Projekts, Prof. Dr. Thomas Breyer-Mayländer
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Offenburg (st). Mit der Idee, eine Software zu entwickeln, die Videodatenbestände von Sendern und Agenturen automatisiert erfasst, analysiert und kategorisiert, konnten drei Absolventen der Hochschule Offenburg eines der begehrten Exist-Gründerstipendien ergattern. „Bis jetzt mussten eine Vielzahl an Arbeitskräften die Beschreibung und Verschlagwortung in großen Videoarchiven manuell übernehmen“, sagt Christian Hirth. Dank einer von ihm und Frederik Böhm entwickelten Software, die auf dem Prinzip der künstlichen Intelligenz basiert, soll sich das nun ändern: Filmmaterial in großen Videoarchiven soll so auf automatisierte Weise klassifiziert und beschrieben werden. Damit sie ihre Idee in den nächsten Monaten vorantreiben können, haben sie das Gründerstipendium Exist erhalten. Mit diesem fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Existenzgründungen aus der Wissenschaft. Die Stipendiaten erhalten maximal ein Jahr nicht nur eine finanzielle Existenzsicherung, sondern auch Coachings und Unterstützungen zu Sachausgaben.
Der Grundgedanke zu dem fächerübergreifenden Projekt entstand im Studium: Kennengelernt haben sich der Softwareentwickler Frederik Böhm und der Filmemacher Christian Hirth bei einer gemeinsamen Veranstaltung im ersten Semester. Die beiden beschlossen sich zusammenzutun und ihre Geschäftsidee einer Videoanalyse gemeinsam umzusetzen. Denn Böhm kennt sich als Informatiker mit der Software aus und Hirth im Medien- und Filmbereich. Gemeinsam mit Esther Arroyo Garcia, Bachelorabsolventin in Medien- und Informationswesen, gründeten sie ihre Firma „The Chainless“.
Auf die Idee, sich um das Existenzgründerstipendium zu bewerben, kamen sie über das Gründerbüro der Hochschule, das seit 2012 Studierende, Beschäftigte, Dozenten und Professoren bei der Unternehmensgründung unterstützt. Das Trio ist das erste Absolvententeam der Hochschule, das dieses Stipendium erhält. „Gefördert werden nur anspruchsvolle und technologische Ideen“, sagt der Leiter des Gründerbüros Wolf-H. Blochowitz. Wichtig sei es bei der Antragsstellung, dass ein Teil des Projektes an der Hochschule entwickelt worden ist, denn die Stipendiaten schließen einen Vertrag mit der Hochschule. „Um unsere Software zu testen, erhalten wir Zugriff auf das SWR-Archiv“, sagt Frederik Böhm. Bereits jetzt suchen sie nach Investoren für die Zeit nach dem Stipendium.

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