Thorsten Erny als Landrat vereidigt
Zukunft gemeinsam gestalten
- Regierungspräsident Carsten Gabbert vereidigt Landrat Thorsten Erny.
- Foto: Glaser
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Offenburg (ag) In der öffentlichen Sitzung des Kreistags am Dienstagabend gab es nur einen einzigen Tagesordnungspunkt: die Vereidigung und Verpflichtung des neuen Landrats Thorsten Erny. Eröffnet wurde sie von Eberhard Roth in seiner Eigenschaft als zweiter stellvertretender Vorsitzender des Kreistags, der auch die rund 230 geladenen Gäste begrüßte.
Redlichkeit
Justizministerin Marion Gentges würdigte in ihrem Grußwort Ernys Kompetenz sowie Erfahrung und ging auf seinen Werdegang ein. Er arbeite ergebnisorientiert, suche nicht den Konflikt, könne aber hart bleiben. Dabei ginge es ihm immer um die Sache. Als eine besondere Charaktereigenschaft bezeichnete Marion Gentges seine Redlichkeit.
Alemannisch schwätze
Für Carsten Gabbert ist Thorsten Erny der erste Landrat, den er als Regierungspräsident einführte, wie er bemerkte. Er sei auch sein Landrat, da er selbst seit 51 Jahre im Ortenaukreis lebe. Um launig in Richtung Landrat zu ergänzen: "Ich bin aber auch deine Kommunalaufsicht." Außerdem scherzte Gabbert mit einem Augenzwinkern: "Ein Vorteil zu seinem Vorgänger Frank Scherer ist, man kann mit ihm Alemannisch schwätze." Gleichzeitig betonte er aber auch sehr ernsthaft seine feste Überzeugung, dass Erny die für das Amt notwendigen Eigenschaften besitzt.
"Ja" zu einer herausfordernden Zukunft
"Ich gehe als Landrat mit Respekt und Demut, aber auch mit großer Freude an diese verantwortungsvolle Aufgabe für unsere Heimat heran", sagte Thorsten Erny nach seiner Vereidigung. Er übernehme das Amt mit Zuversicht und sage "Ja" zu einer herausfordernden Zukunft. In diesem Zusammenhang zitierte der Landrat den Landkreistagespräsidenten Joachim Walter: "Die Kommunen stehen vor einem finanziellen Abgrund und brauchen eine nachhaltige, verlässliche Hilfe und Unterstützung."
Die anstehenden Haushaltsberatungen würden angesichts der notwendigen Kreisumlageerhöhung eine erste große Herausforderung. "Ehrlich und transparent müssen wir hierbei künftige Prioritäten gemeinsam festlegen. Dabei müssen Kommunen und Landkreis in einen offenen Dialog eintreten. Wir dürfen uns dabei nicht gegenseitig ausspielen lassen", so der Landrat.
Agenda 20230
Als größte Aufgabe sehe er die Umsetzung der Beschlüsse der Agenda 2030. Da viele der Beschlüsse ohne eine prosperierende Wirtschaft schlichtweg nicht finanzierbar seien, sehe er sich als Landrat als Unterstützer bei den Belangen der innovativen Ortenauer Unternehmer: "Dank einer erfolgreichen Wirtschaftspolitik kann auch eine umfassende Sozialpolitik und vieles mehr gelingen."
Als weitere Themen nannte Thorsten Erny eine leistungsfähige Verwaltung, Integration und Arbeitsmarkt sowie Klimaschutz. Als seine Herzensangelegenheit bezeichnete der Landrat die deutsch-französische Freundschaft und endete mit dem Aufruf: "Lassen Sie uns unsere Zukunft gemeinsam gestalten. Ich freue mich darauf."
Umrahmt wurde die Sitzung von der Jazz-Band des Landratsamts.






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