Herzenssache - Preis der Volksbank in der Ortenau
Drei Projekte sind nun nominiert

Die Jury: v. l.  Dirk Döbele (Geschäftsführer Vinzentiushaus Offenburg GmbH), Helena Gareis (Koordinatorin Kinder- und Jugendhospizdienst Ortenau), Achim Feyhl (Vorstandsvorsitzender Lebenshilfe Offenburg - Oberkirch e.V.), Prof. Dr. rer. pol. Thomas Baumgärtler (Hochschule Offenburg) und Clemens Fritz (Vorstand Volksbank in der Ortenau)
  • Die Jury: v. l. Dirk Döbele (Geschäftsführer Vinzentiushaus Offenburg GmbH), Helena Gareis (Koordinatorin Kinder- und Jugendhospizdienst Ortenau), Achim Feyhl (Vorstandsvorsitzender Lebenshilfe Offenburg - Oberkirch e.V.), Prof. Dr. rer. pol. Thomas Baumgärtler (Hochschule Offenburg) und Clemens Fritz (Vorstand Volksbank in der Ortenau)
  • Foto: Volksbank in der Ortenau
  • hochgeladen von Christina Großheim

Offenburg (st). Nach dem großen Erfolg in 2016 und 2017 will die Volksbank in der Ortenau auch in diesem Jahr die ganze Region ins sozial engagierte Tun bringen und hat erneut den mit 5.000 Euro dotierten „Herzenssache“ - Preis der Volksbank in der Ortenau für soziales, ehrenamtliches Engagement ausgelobt. Somit ist der Preis einer der höchst dotierten Sozialpreise in Baden-Württemberg. Die Zweit- und Dritt-„Platzierten“ erhalten jeweils 1.000 Euro. Die Schirmherrschaft für den Preis hat abermals Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble übernommen.

Knapp 30 Projekte aus dem gesamten Geschäftsgebiet der Volksbank in der Ortenau haben sich in 2018 für den Herzenssache Preis für soziales und ehrenamtliches Engagement der Volksbank in der Ortenau beworben. Die Bewerbungsfrist endete am 31. Juli. Gemäß den Ausschreibungsbedingungen hat die Volksbank die Vorauswahl an Projekten getroffen, die es auf die „Juryliste“ geschafft haben. Aus dieser wurden von einer externen Expertenjury im September die drei Nominierten und schließlich der Gewinner des Sozialpreises der Volksbank in der Ortenau 2018 ausgewählt.

Alle eingereichten Projekte und Aktivitäten waren beeindruckend. „Alle verdienen unser aller Respekt und unsere Unterstützung“, so Clemens Fritz, Vorstand der Volksbank. Aus diesem Grund habe die Bank entschieden, allen Bewerbern, die es auf die „Juryliste“ geschafft, also den Teilnahmebedingungen entsprochen haben, eine Spende über 250 Euro für ihre „Herzenssache“ zukommen zu lassen. Insgesamt investiert die Bank pro Jahr rund. 20.000 Euro in den Herzenssachepreis.

Mit den drei nominierten Projekten wird ein Kurzvideo gedreht, welches etwa 6.000 Menschen bei allen Mitglieder- und Kundenforen der Volksbank in der Ortenau im Herbst sehen werden. Außerdem können die Nominierten dieses Video nach der Preisvergabe am 15. November anlässlich des Mitglieder- und Kundenforums „Offenburg“ in der Ortenauhalle in Offenburg für ihre eigene Homepage verwenden. Bis zum 15. November bleibt es jedoch noch ein Geheimnis, wer letztendlich der Gewinner ist und mit 5.000 Euro für seine Herzenssache nach Hause gehen darf.

Die Nominierten sind: 

Projekt 1:   Michael Huber – „Förderung und Erhalt der Versorgungsstrukturen im ländlichen Raum - Essen auf Rädern“
Micheal Huber fährt seit über 36 Jahren an Sonn- und Feiertagen ehrenamtlich "Essen auf Rädern" in Oppenau und Außengemeinden aus. Gemäß den Personen, die ihn nominiert haben, ist er an Zuverlässigkeit nicht zu überbieten. Es ist außerordentlich, über einen solch langen Zeitraum, ein solches Ehrenamt zu zeigen. Michael Huber geht es vor allem um die Versorgung von alten, hilfsbedürftigen und sozial schwachen Menschen im ländlichen Raum. Viele Bedürftige können durch diese Versorgung länger im gewohnten Umfeld verbleiben. Das ist ihm wichtig.

Projekt 2:  Kriseninterventionsteam (KIT) Achern – „Seelischer Beistand in den dunkelsten Stunden“
Zwölf ehrenamtliche Mitglieder verstehen sich als Menschen unter Menschen, die im Falle eines Schicksalsschlages seelischen Beistand, Begleitung und Hilfe für Betroffene, Überlebende, Hinterbliebene, Zeugen und Rettungskräfte leisten.

Sinn und Zweck ist es, Menschen in den ersten schweren Stunden zu begleiten, bis sie wieder seelisch stabil und in einem festen Gefüge sind. So viel Zeit wie dies braucht, so lange sind die Helfer des KIT für die Betroffenen da.

Die Aufgaben sind: „Erste Hilfe für die Seele“, da sein, zuhören, Beistand leisten, vermitteln notwendiger Informationen, Aktivierung des sozialen Netzwerkes, individuelle Abschiednahme und Begleitung, bei Bedarf Organisation weiterführender Hilfen, Unterstützung bei organisatorischen Aufgaben, Nachbetreuung von Betroffenen bei Bedarf, ebenso für betroffene Einsatzkräfte, welche oft Probleme haben, die Bilder und Eindrücke von schweren Geschehnissen zu verarbeiten. Z.B. bei laufenden notfallmedizinischen Maßnahmen, Tod nach erfolgloser Reanimation, Suizid oder Suizidversuch, Überbringung von Todesnachrichten an Hinterbliebene mit der Polizei, Gewalttaten, Großschadensereignissen (z.B. tödliches Bahnunglück in Furschenbach oder das Zeltlagerunglück in Renchen/Ulm) und anderen plötzlichen Unglücks- oder Todesfällen. Die Mitarbeiter sind kurzfristig und zu jeder Zeit vor Ort, bei Bedarf auch mit mehreren Teams.

Projekt 3: Pflasterstube St. Ursulaheim Offenburg – „Medizinische Versorgung der Obdachlosen in der Ortenau“
Die obdachlosen Menschen leben am Rande der Gesellschaft. Es kann jeden treffen. Vom Arbeitslosen, Behinderten bis hin zum Akademiker. Sie verlieren ihre Würde und schämen sich, dass sie versagt haben. Sie fühlen sich wertlos, da sie die erwartete Leistung nicht mehr erbringen können. Umso länger der Zustand andauert, umso hilfloser wird der Mensch. Der Förderverein der Pflasterstube hat es sich zur Aufgabe gemacht medizinisch nicht – und unterversorgten auf der Straße lebenden, Obdach- und Wohnungslosen wieder den Weg zu einer medizinischen Grundversorgung zu öffnen. Zehn ehrenamtliche Ärztinnen und Ärzte helfen stundenweise. Eine Fach-Krankenschwester und eine Basishelferin müssen finanziert werden. Mit dem Pflastermobil, das mobile Sprech- und Behandlungszimmer, wird Lahr und Kehl angefahren. Eine Zahnärztin behandelt im Pflastermobil und in der Pflasterstube. Sie haben es mit dem gesamten Krankengut zu tun. Eine hohe, jahrelange, ehrenamtliche Tätigkeit, die neben der medizinischen Aufgabe auch in vielen Gesprächen versucht wieder Vertrauen aufzubauen und den Betroffenen und ihrem Leben wieder eine Würde zu geben. Sie wollen erreichen, dass die Obdachlosen selbst wieder Verantwortung für ihren Körper und ihre Gesundheit, übernehmen. Gemäß der Pflasterstube muss alles darangesetzt werden, den Menschen wieder ein Obdach zu geben. Nur so könne es gelingen, wenn auch sehr selten, sie dem öffentlichen Arbeitsmarkt zurückzugeben.

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