Gemibau-Vorstand Fred Gresens
Erfolgreichstes Jahr für die Wohnbaugenossenschaft

Der Vorstand und Aufsichtsrat der Gemibau

Offenburg (wei). Besser hätte das vergangene Geschäftsjahr für die Gemibau kaum laufen können. Die Mittelbadische Baugenossenschaft erzielte nicht nur den höchsten Gewinn seit Einführung des Euro, sie investierte zudem rund 14 Millionen Euro in Modernisierung und Instandhaltung der genossenschaftlichen Wohnungen. „Seit Bestehen der Gemibau wurde noch nie so viel investiert“, erklärte Fred Gresens bei der diesjährigen Vertreterversammlung. Den 29 anwesenden Vertretern konnte der Vorstandsvorsitzende einen Jahresüberschuss von 1,6 Millionen Euro, eine Bilanzsumme von über 117 Millionen Euro und eine Eigenkapitalquote von rund 32 Prozent präsentieren.
Die Gemibau besitzt derzeit rund 2.800 Wohnungen, von denen die meisten in Offenburg, Lahr, Achern und Oberkirch sind. Daneben verwaltet die Genossenschaft rund 900 Wohnungen aus fremdem Eigentum.

Deutliche Worte gab es von Gresens zur Entwicklung in Politik und Wohnungswirtschaft. „Bis Ende 2021 werden über 200.000 Wohnungen in Baden-Württemberg fehlen“, betonte er. Die Gründe dafür seien vielfältig. Insbesondere in Ballungsgebieten mit hoher Arbeitsplatzdichte fehle Wohnraum. Galoppierende Grundstückspreise, steigende Baukosten – in 2017 seien sie um 4,1 Prozent gestiegen – und endlose Genehmigungsverfahren motivieren, so Gresens weiter, gerade zum Bauen. Baugenehmigungsverfahren würden durch die immensen Auflagen des Staates immer problematischer.

Mit ihren rund 600 eigenen Sozialwohnungen stelle die Gemibau in Lahr und Offenburg einen großen Teil an geförderten Wohnungen bereit. In Offenburg gehören 54 Prozent der geförderten Wohnungen der Gemibau. „Es ist Aufgabe und Verpflichtung unserer Genossenschaft den Mitgliedern bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Wohnen ist mehr als nur ein Dach über dem Kopf“, erklärt auch der Aufsichtsratsvorsitzende, Reinhart Kohlmorgen. Mit einer Durchschnittsmiete je Quadratmeter von 5,16 Euro liege die Mittelbadische Baugenossenschaft deutlich unter den regionalen Mietniveaus in Südbaden.

2019 stehe eine Neubaumaßnahme im Bereich des Mühlbachs in Offenburg an, wo die Genossenschaft ein Büro- und Wohnhaus errichten möchte. Die Hälfte der Wohnungen hier sollen als geförderte Mietwohnungen gebaut werden. Die Verwaltung der Gemibau wird in das Erdgeschoss des Neubaus umziehen.

Den 3.600 Mitgliedern der Gemibau wird für das Jahr 2017 eine Dividende von sechs Prozent ausgeschüttet.

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