Die Nummer eins in Baden-Württemberg
Volksbank eG auf Wachstumskurs

Joachim Straub (links) und Markus Dauber, Co-Vorstandvorsitzende der Vollsbank eG - Die Gestalterbank
  • Joachim Straub (links) und Markus Dauber, Co-Vorstandvorsitzende der Vollsbank eG - Die Gestalterbank
  • Foto: Jörg Wilhelm/Volksbank eG - Die Gestalterbank
  • hochgeladen von Christina Großheim

Offenburg (gro). "2020 war ein durchaus besonderes Jahr, das uns in Erinnerung bleiben wird", stellt der Co-Vorstandsvorsitzende Joachim Straub von der Volksbank eG - Die Gestalterbank im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag, 29. April, fest. Damit meinte er nicht nur die Herausforderungen, vor die die Coronapandemie das Geldinstitut stellte, sondern auch die Fusion der ehemaligen Volksbank in der Ortenau mit der Volksbank Schwarzwald Baar Hegau. "Die Fusion war eine große Herausforderung, die wir in dem Pandemieumfeld gut bewältig haben", so Straub. Denn die Gespräche verliefen weitestgehend digital, die Zustimmung der Vertreterversammlung wurde per Brief eingeholt. Auch die meisten Abstimmungsprozesse der Fachabteilungen verliefen über Videokonferenzen. 

965 Mitarbeiter hat die neue Volksbank eG - Die Gestalterbank nach der Fusion. Sie verteilen sich auf 34 Filialen im Geschäftsgebiet, das von der Ortenau über den Schwarzwald bis an den Bodensee reicht. "Wir werden in der Jahresmitte in den Normalzustand kommen", so Straub. Mit nur zwei Monaten sei die technische Fusion schnell über die Bühne gegangen.

Mit einer Bilanzsumme von 9,1 Milliarden Euro - ein Plus von 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr - ist sie die Nummer eins der Volksbanken in Baden-Württemberg und die fünftgrößte in Deutschland. Erfolgstreiber war erneut das Kreditgeschäft mit einem Plus von acht Prozent auf nun 7,2 Milliarden Euro. Auch das betreute Kundenanlagenvolumen wurde gesteigert: Es wuchs um acht Prozent auf nunmehr 8,9 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis liegt bei 79,2 Millionen Euro.

Die Coronapandemie hat auch die Abläufe in der Bank verändert: Rund 600 Mitarbeiter nutzten ganz oder teilweise die Möglichkeiten des Homeoffices. Die Hygiene- und Abstandsregeln mussten umgesetzt werden. Das Verhalten der Kunden hat sich verändert: Die Anzahl der kontaktlosen Zahlungen per Girocard stieg um 74,3 Prozent auf 95,7 Millionen Verfügungen. Das Volumen bei den Kreditkarten wuchs um 139 Prozent auf 14,8 Millionen Euro. Davon wurden 15 Prozent per Handy bezahlt. Die Verfügungen am Geldautomaten verringerten sich um 19,7 Prozent auf 2,9 Millionen Abhebungen. Das Onlinebanking nahm um 5,7 Prozent zu und auch bei der Banking App stiegen die Zugriffe um 35,4 Prozent auf knapp 6,3 Millionen Aufrufe.

Seit Jahren ist das Kundenkreditgeschäft Wachstumstreiber bei den beiden ehemals selbstständigen Banken. Daran hat sich laut Co-Vorsitzendem Markus Dauber auch 2020 nichts geändert.  Allein das Neugeschäft im Bereich der Firmenkunden legte um 22,2 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zu - die Nachfrage in 2021 ist bislang weiter hoch. Hinzu kommt die Vermittlung von Fördermitteln im Bereich der Firmenkunden in Höhe von 311 Millionen Euro, davon sind 115 Millionen Euro Coronahilfen. Bei den Krediten für Privatkunden ist die Nachfrage im Bereich Bauen und Wohnen ungebrochen: Das Baufinanzierungsvolumen stieg von 2,5 auf 2,7 Milliarden Euro. Ein Plus von 8,5 Prozent. Dabei hat die Volksbank einen neuen virtuellen Immobilienassistenten auf den Weg gebracht: PIA führt die Bauwillige durch alle wichtigen Themenfelder.

Der Bereich Zahlungssysteme ist erneut gewachsen: Das Händlervolumen hat sich um 3,6 Prozent auf 13,1 Milliarden Euro gesteigert. Das sind über 275 Millionen Zahlungsvorgänge von über 14.000 Kunden in Europa. "Und das, obwohl unsere Kunden wegen des Lockdowns keine Gelegenheit hatten, über einen langen Zeitraum Zahlungen entgegenzunehmen", so Dauber. 

Bei der Volksbank eG - Die Gestalterbank freut man sich noch um ein wachsendes Kundeneinlagenvolumen. 5,9 Milliarden Euro wurden 2020 angelegt, ein Plus von 9,4 Prozent. Dabei stammen 2,7 Milliarden Euro aus dem Privatkundenbereich und zwei Milliarden Euro aus dem Firmenkundenbereich. Hinzu kommen Einlagen institutioneller Anleger in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. "Wir benötigen die Einlagen als Gegenpol zu unserem Kreditgeschäft", erläutert Dauber. Deshalb konnte die Bank auch 2020 einen Zinsüberschuss von 138,3 Millionen Euro erzielen. Der Überschuss aus dem Provisionsgeschäft liegt bei 56,6 Millionen Euro. Der Verwaltungsaufwand ist durch die Ausgaben für die Fusion auf 105,3 Millionen Euro gestiegen.  Die Cost-Income-Ratio liegt bei 58 Prozent. Das Eigenkapital wurde auf 861,3 Millionen Euro erhöht.

In Offenburg sind Neubauten am Stammsitz geplant: Baubeginn für den Neubau in der Okenstraße soll im September 2021 sein. In der Gaswerkstraße soll ein weiteres Gebäude entstehen mit 1.000 Quadratmeter Bürofläche und 100 Parkplätzen für Mitarbeiter. Auch dort soll der Baubeginn in diesem Jahr sein.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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