13. Mai 2017, 19:42 Uhr | 0 | 7 Leser

Leon Draisaitl soll es richten
EISHOCKEY: Dänemark – Deutschland 3:2

Emotionen pur: Dänemarks Nicholas Jensen (rechts) und Deutschlands Yasin Ehliz  prügeln sich auf dem Eis; die Schiedsrichter gehen dazwischen.
Emotionen pur: Dänemarks Nicholas Jensen (rechts) und Deutschlands Yasin Ehliz prügeln sich auf dem Eis; die Schiedsrichter gehen dazwischen. (Foto: Monika Skolimowska)

Köln. Nach dem Wirbel um ihren Torhüter Thomas Greiss ist die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der Heim-WM im Rennen um den Viertelfinaleinzug aus dem Tritt geraten. Noch ohne den NHL-Jungstar Leon Draisaitl verlor das Team von Bundestrainer Marco Sturm gegen Dänemark mit 2:3 (2:2, 0:0, 0:0, 0:1) nach Verlängerung und liegt nach der dritten Niederlage in der Gruppe A drei Punkte hinter dem Tabellenvierten Lettland. "Der Frust ist groß. Wir haben ein gutes Spiel gemacht", sagte Christian Ehrhoff nach dem Spiel bei Sport1, "der einzige Vorwurf, den wir uns machen können, ist, dass wir die Tore nicht gemacht haben." Auch Sturm bilanzierte: "Der Unterschied war der dänische Torhüter. Generell haben wir gut gespielt. Wir hatten genügend Chancen, das Spiel zu gewinnen."
Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) muss die letzten beiden Vorrundenspiele am Samstagabend (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) gegen Aufsteiger Italien und am Dienstag (20.15 Uhr/Sport1) gegen Lettland gewinnen, um noch eine Chance auf die K.o.-Runde zu haben. Spätestens am Dienstag soll auch Draisaitl mitwirken, der am Samstag in Köln erwartet wird. Auch Torhüter Philipp Grubauer von den Washington Capitals wird die DEB-Auswahl verstärken, das bestätigte am Freitagabend sein Klub. Patrick Reimer (9.) und Brooks Macek (10.) erzielten vor 18.628 Zuschauern in der ausverkauften Lanxess-Arena die Tore für die deutsche Mannschaft. Frederik Storm (17.), Morten Poulsen (17.) und Peter Regin (62.) trafen für die Dänen. Mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch schied der Kölner Verteidiger Moritz Müller aus.