Digital und Technik
Googelnde Roboter vergleichen und WhatsApp bekommt deutsche Konkurrenz

Der deutsche Messanger-Dienst ginlo will die Privatsphäre von Nutzern stärker respektieren als der US-amerikanische Anbieter WhatsApp.
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  • Der deutsche Messanger-Dienst ginlo will die Privatsphäre von Nutzern stärker respektieren als der US-amerikanische Anbieter WhatsApp.
  • Foto: © Brabbler/ TRD digital und Technik
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(TRD/CID) Roboter sollen immer schlauer werden. Eine Forschungsgruppe in Wien entwickelte vor kurzem elektronische Helfer, die unbekannte Gegenstände in ihrer Umgebung erkennen und mit Bildern aus dem Internet vergleichen, um sie zu identifizieren.

„Wir haben uns am Menschen orientiert“, erklärt Robitiker Markus Vincze von der Technischen Universität Wien laut scilog, dem Magazin des Wissenschaftsfonds FWF. „Wenn ein Mensch etwas nicht weiß, macht er sich auf die Suche nach Informationen, früher in Büchern, heute vorwiegend im Internet. Die Idee war, das Gleiche mit Robotern zu machen.“

Dazu war zunächst einmal „deep learning“ angesagt, das Lernen aus großen Datenmengen. Zuerst mussten Kriterien gefunden werden, nach der die Maschine entscheidet, ob sie ein Objekt erkannt hat oder nicht. Wenn nicht, macht der Roboter ein Bild davon und geht im Internet auf die Suche.

Für den Praxistest wurde eine Büro-Umgebung verwendet, in der zehn typische Utensilien auf einem Schreibtisch lagen: Tastatur, Maus, Locher, Klammermaschine und so weiter. Die Objekte waren dem System alle bekannt. Dann wurde testweise eines davon aus der Datenbank entfernt. Der Roboter musste herausfinden, worum es sich handelte.

Vincze betont, dass es sich um ein Grundlagenprojekt handelte. Bis zur wirklichen Eigenständigkeit von Robotern sei es noch ein weiter Weg: „Der Mensch muss nach wie vor oft eingreifen.“ Bis Roboter eine ähnliche Eigenständigkeit wie Menschen entwickeln können, werde es noch Jahrzehnte dauern, prognostiziert Vincze – aber man arbeite daran.


„ginlo“ macht WhatsApp Konkurrenz


(TRD/CID) Ehrgeiziges Ziel: Die deutsche WhatsApp-Alternative namens ginlo will Nutzern ihre Privatsphäre zurückgeben. Das Gegenmodell zum amerikanischen Dienstleister soll frei von Tracking, Profiling und Werbung sein. „Grenzenlos kommunizieren ohne Nebenwirkungen“ – mit diesem Versprechen launcht Anbieter „Brabbler“ den neuen Messenger.

Damit positioniert sich das Münchner Unternehmen gezielt als Alternative zu US-amerikanischen Konzernen wie Facebook, Microsoft oder Google, die ihre vordergründig kostenlosen Dienste durch umfassendes Tracking, Analysen, personenbezogene Werbeeinblendungen oder Weitergabe von privaten Daten finanzieren.

Zwar ist auch ginlo für Privatnutzer kostenfrei, Brabbler finanziert dieses Angebot aber durch die kostenpflichtige Business-Version des Messengers. Damit ist das Unternehmen nach eigenen Angaben nicht gezwungen, Umsätze durch den Verkauf von Nutzerdaten oder Werbeeinblendungen zu generieren. Es würden keinerlei personenbezogene Daten erhoben, ausgewertet oder weitergegeben, versichert die Firma.

Die Nutzer können in Echtzeit Textnachrichten austauschen, sei es in Einzel- oder Gruppenchats, und unkompliziert Videos, Bilder, Sprachnachrichten und Dateien aller Art miteinander verschlüsselt teilen. Zahlreiche Spezialfeatures runden das Angebotsspektrum des Messengers ab. Dazu zählen etwa zeitversetzte und selbstzerstörende Nachrichten oder Content Channels, um Beiträge aus Lieblingszeitschriften und -blogs direkt in ginlo zu erhalten.

Kontakte lassen sich via QR-Code-Scan sicher verifizieren, unbekannte Kontaktanfragen können abgelehnt werden. Die ginlo ID ermöglicht es, zum Beispiel in großen Gruppen anonym zu kommunizieren, ohne die Mobilnummer weiter zu geben. Zahlreiche weitere Funktionen wie Video-Telefonie und VoIP sind bereits in der Testphase. Der Dienst steht ab sofort kostenfrei für iOS und Android zur Verfügung.


Vollverlinkte Beitragsversion

Der deutsche Messanger-Dienst ginlo will die Privatsphäre von Nutzern stärker respektieren als der US-amerikanische Anbieter WhatsApp.
In einem Projekt lernen Roboter, im Internet nach ihnen nicht bekannten Gegenständen zu suchen.
Autor:

Heinz Stanelle aus Ausgabe Offenburg

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