Pilotprojekt Mieterstrommodell
Seniorenwohnanlage mit einem Plus

Die Vorfreude auf den Tag der offenen Tür am 11. November in Ohlsbach ist groß bei (von links) Architekt Daniel Suhm, Bürgermeister Bernd Bruder, Rafael Quadbeck, Martina Quadbeck, Edwin Beck, Marco Beck, Jürgen Quadbeck, Michael Mathuni, Jutta Hilberer und Martin Wenz
  • Die Vorfreude auf den Tag der offenen Tür am 11. November in Ohlsbach ist groß bei (von links) Architekt Daniel Suhm, Bürgermeister Bernd Bruder, Rafael Quadbeck, Martina Quadbeck, Edwin Beck, Marco Beck, Jürgen Quadbeck, Michael Mathuni, Jutta Hilberer und Martin Wenz
  • Foto: E-Werk Mittelbaden
  • hochgeladen von Christina Großheim

Ohlsbach (st). Der Bauträger und Investor Optimalhaus GmbH beauftragte das E-Werk Mittelbaden mit der energieeffizienten und umweltschonenden Ausstattung der neu errichteten Seniorenwohnanlage am Feldgarten in Ohlsbach. Dazu zählen ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer elektrischen Leistung von fünf Kilowatt, das sowohl Heizwärme und Warmwasser als auch Strom für die elf Wohneinheiten, die Tagespflege und die ambulante Wohngruppe produziert, und eine Photovoltaik-Anlage (PV) auf der südlichen Dachhälfte des Gebäudes. Der durch das BHKW und die PV-Anlage vor Ort erzeugte Strom in der Größe von zirka 90.000 Kilowattstunden pro Jahr kann überwiegend direkt im Gebäude genutzt werden. Er reicht aus, um rund zwanzig Vier-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen. Der überschüssige Strom, der nicht direkt vor Ort genutzt wird, wird in das öffentliche Netz eingespeist. Für Hochlastzeiten in Heizperioden ist zusätzlich ein konventioneller Brennwertkessel installiert.

Die Optimalhaus GmbH hat sich für das Rundum-Sorglos-Paket „E>Wärme“ des E-Werk Mittelbaden entschieden und das E-Werk Mittelbaden mit der technischen und kaufmännischen Betriebsführung sowie der Vermarktung des vom BHKW vor Ort erzeugten Stroms beauftragt. Dazu zählen die Wartung und Instandhaltung der Heizungsanlage inklusive der Wärmelieferung sowie die Vermarktung des erzeugten Stroms als Mieterstrom. Alle Bewohner des Gebäudes haben die Möglichkeit, von einem attraktiven Stromtarif zu profitieren, der sich aus Strom aus dem BHKW und dem Reststrombezug aus dem öffentlichen Netz zusammensetzt. Da für den vom BHKW vor Ort erzeugten Strom gewisse Strompreisumlagen entfallen, ist dieser Mieterstrom-Tarif günstiger als der Standard-Tarif. Der Mieterstromtarif kann auch für den Allgemeinstrom genutzt werden. Der Wärmepreis setzt sich zusammen aus einem konstanten Grundpreis für den Betrieb der Heizungsanlage und einem individuellen verbrauchsabhängigen Wärmepreis.

Die Hausverwaltung der Seniorenwohnanlage wird vom E-Werk Mittelbaden außerdem bei der
Betriebskostenabrechnung unterstützt. Dazu hat das E-Werk Mittelbaden alle Wohnungen mit
fernauslesbaren Zählern für die Wärme sowie Warm- und Kaltwasser ausgestattet. Neben dem
Stromverbrauch kann so der Wärme-, Warmwasser- und Kaltwasserverbrauch für jede Wohnung
stichtagsgenau ermittelt und abgerechnet werden. Durch die Fernauslesung entfällt die Ablesung in denWohnungen vor Ort.

„Gerne sind wir mit unseren Angeboten langfristiger und zuverlässiger Partner der Gebäudeeigentümer undsorgen durch die Übernahme von technisch und kaufmännisch komplexen Abläufen für ein Rundum-Sorglos-Paket. Neben den mittlerweile zum Standardportfolio gehörenden Themen PV-Anlage,
Blockheizkraftwerk und Mieterstrom haben wir das Thema Betriebskostenabrechnungen in diesem Objekt
erstmals umgesetzt“, erklärt Martin Wenz, E-Werk Mittelbaden.

Mit dem Bau der Seniorenwohlanlage in Ohlsbach ist eine familiäre Wohnanlage mit Vorbildcharakter fürMenschen mit Behinderung entstanden. In ihr sind drei unterschiedliche Versorgungsformen unter einem
Dach vereint: betreutes Wohnen, Tagespflege und eine ambulant betreute Wohngruppe. Darüber freut sich
Bürgermeister Bernd Bruder: „Mit der Realisierung dieses Projekts gibt es nun für Ohlsbacher Senioren die
Alternative, im Heimatort betreute Wohnformen in Anspruch zu nehmen. Verwandte und Bekannte können
so auf kurzem Weg regelmäßigen Kontakt halten. Durch die zentrale Lage ist bis ins hohe Alter eine
Teilnahme am Ohlsbacher Dorfleben möglich. Hervorzuheben ist, dass durch die Kooperation mit dem
E-Werk Mittelbaden, an dem die Gemeinde Ohlsbach als Gesellschafter beteiligt ist, ein ökologisch und
zugleich ökonomisch effizienter Betrieb der Seniorenwohnanlage realisiert wurde.“

In enger Zusammenarbeit mit der Sozialstation Kinzigtal hat der Bauträger Optimalhaus GmbH ausGengenbach das Wohnkonzept entwickelt und gebaut. Diplom-Holzwirt, Energieberater und Prokurist
Marco Beck, Optimalhaus GmbH, beschreibt das Alleinstellungsmerkmal des ersten Seniorenresidenz in
Ohlsbach: „Es ist immer unser Ziel, den Bedarf der Menschen und der Gemeinde den Gegebenheiten
anzupassen. Die zukunftsweisende Wohnkonzeption erlaubt den Bewohnern der familiären Wohnanlage
ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden in vertrauter Umgebung. Diese Modellanlage
bestätigt einmal mehr unsere Philosophie ‚nah am Menschen‘.“

Für die Grundversorgung in der betreuten Wohnanlage, bestehend aus elf betreuten Wohnungen, einerTagespflege für zehn Gäste sowie einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft für zwölf Plätze, ist die
Sozialstation Kinzigtal aus Gengenbach verantwortlich. „Wir freuen uns, Ohlsbacher und Bürger aus der
Umgebung im Alter gut zu versorgen und zu betreuen. Die Wohnform können sie sich aus den drei
Angeboten unter diesem Dach wählen“, erläutern Martina und Jürgen Quadbeck, Geschäftsführerin und
Geschäftsführer der SK Sozialstation Kinzigtal.

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