Riesling und mehr in der Ortenau
Weißwein für den Sommerabend

In diesem Weinberg in Durbach wurde 1882 erstmals ein sortenreiner Riesling angebaut.
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  • Foto: gro
  • hochgeladen von Christina Großheim

Ortenau (gro). Der Ortenaukreis ist Weinland. Berühmt sind die Spätburgunder Rotweine und der Riesling. Im Landkreis liegen gleich zwei Weinbauregionen: Der Bereich Ortenau beginnt südlich von Baden-Baden und reicht bis Gengenbach. Auf rund 2.700 Hektar Rebfläche wachsen vielfach ausgezeichnete Weine. Der Süden des Landkreises zählt zur Weinbauregion Breisgau, die bis Freiburg geht. 1.600 Hektar Rebfläche werden dort bewirtschaftet.

Das Besondere am Bereich Ortenau ist die Landschaft: Hier trifft der Schwarzwald auf die Rheinebene, die meisten Weinberge liegen in steilen Bach- und Flusstälern. Charakteristisch sind das milde Klima und die zahlreichen Sonnenstunden. Rot- und Weißweine gedeihen auf den Granitverwitterungs- und Gneisböden. Ungekrönter König unter den Weißweinen ist der Riesling. Die Bezeichnung Klingelberger stammt aus Durbach, denn in dieser Lage wurde der erste sortenreine Riesling in Baden angebaut. Weinkenner schätzen, dass er die Charakteristik des Terroirs aufnimmt. Die Rieslinge der Ortenau sind mineralisch, schlank, duftig und frisch. Die Farbe ist blassgelb mit grünlichen Reflexen. Ein Riesling bietet je nach Lage und Ausbau ein ganzes Bündel an Duftnoten: Apfel, Pfirsich, Grapefruit oder Zitrus lassen sich entdecken. Riesling passt zu leichten Gerichten wie Fisch, hellen Soßen und Geflügel.

Die Ortenau ist Burgunderland – das gilt auch für die Weißweine. Weißburgunder wird für sein dezentes Aroma, seine Fülle und Rundheit geschätzt. Ein harmonischer und eleganter Wein. Er ist ein idealer Begleiter von Gemüsegerichten, Fisch und Meeresfrüchten. Dichter, mit feiner Würze und einer ausbalancierten Säure überzeugt der Graue Burgunder. Die Sorte zählt zu den Weißweinen, obwohl die Beeren graurot getönt sind. Unter der Bezeichnung Ruländer wird der Wein vermarktet, wenn "überreife" Trauben gekeltert werden. Der Name geht auf den Kaufmann Johann Seger Ruland zurück, der Anfang des 18. Jahrhunderts die unbekannten Reben gefunden haben soll. Er verträgt kräftigere Speisen wie Pasta oder Seefisch.
Der Clevner oder Traminer wächst ebenfalls in der Ortenau. Er besitzt einen typischen goldenen Schimmer. Hinzu kommt der feine Duft von Wildrosen, der diesen Wein zu etwas Besonderem macht. Der Traminer hat niedrige Säuregrade und ist deshalb gut bekömmlich.

Eine Kreuzung aus Riesling und Gutedel trat im 20. Jahrhundert ihren Siegeszug durch das Weinland Deutschland an. Der Rivaner oder auch Müller-Thurgau genannte Wein ist weich, rund und verführt mit einem dezenten Muskat-Ton. Seine Frucht macht ihn zum idealen Sommerwein und zur perfekten Wahl zu Spargel oder zarten Fischgerichten. Weitere weiße Sorten, die in der Region angebaut werden: Sauvignon, Auxerrois, Chardonnay und Silvaner – allerdings sind dies nicht die Hauptsorten der Ortenau.

Schwere Lösslehmböden prägen das Anbaugebiet Breisgau. Sie statten die Weine mit Kraft aus und explosiven Aromen. Die typischen Sorten, die hier angebaut werden, unterscheiden sich unwesentlich von denen der Ortenau: Spätburgunder, Müller-Thurgau, Grauburgunder und Weißburgunder werden hier kultiviert.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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