Geschäfte ohne Mieter
Das unternehmen Renchen und Oppenau gegen Leerstand

Steht seit Jahren leer und wird jetzt unter städtebaulichen Gesichtspunkten von der Stadt Renchen saniert: das "Kreuz".
  • Steht seit Jahren leer und wird jetzt unter städtebaulichen Gesichtspunkten von der Stadt Renchen saniert: das "Kreuz".
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  • hochgeladen von Sebastian Thomas

Renchen/Oppenau (pm). Der Strukturwandel in den meisten Städten ist nicht zu übersehen: Einzelhandelsgeschäfte oder Gaststätten schließen, Läden stehen leer. Die Ursachen dafür sind vielschichtig, unter anderem wandern Kunden ins Internet ab oder es besteht kein Interesse an einer Geschäftsnachfolge.

enger Kontakt mit Werbegemeinschaften

Entsprechend vielfältig sind auch die Aktivitäten, die unternommen werden, um Leerständen entgegenzuwirken. "Ein ganz wesentlicher Punkt ist, als Gemeinde engen Kontakt mit den Eigentümern und den Werbegemeinschaften zu pflegen", weiß Stefan Gutenkunst, Leiter des Hauptamtes und Wirtschaftsförderer der Stadt Renchen. Wichtig sei aber auch, mit gemeinsamen Aktivitäten die Innenstädte für die Menschen attraktiv zu halten und so die Belebung zu sichern.

So gebe es in Renchen Programme, wie unter anderem den "Sommer in der Stadt" mit Konzerten und Aufführungen, das "Picknick im Park" oder Punkteaktionen der Werbegemeinschaft. Kulturell habe Renchen als Grimmelshausenstadt ein Alleinstellungsmerkmal und hier unter anderem das „Simplicissimushaus“ mit anspruchsvollen Veranstaltungen und Ausstellungen.

Renchen setzt auf unkonventionelle Lösungen

Natürlich stehe die Verwaltung auch als Bindeglied zwischen Eigentümern und möglichen Interessenten für ein Ladengeschäft bereit. Dabei setzt Renchen laut Gutenkunst auch auf unkonventionelle Lösungen: So sei das denkmalgeschützte und ortsbildprägende Gebäudeensemble gegenüber der katholischen Pfarrkirche, das ehemalige Gasthaus „Kreuz“ mit Metzgerei, von der Gemeinde erworben und saniert worden.

In Oppenau wird derzeit in Kooperation mit der Stadt eine Umstrukturierung der Werbegemeinschaft und der Wirtevereinigung in einen Handelsverband angestrebt, teilt Judith Hodapp auf Anfrage mit. Dadurch könnten auch andere Gewerbetreibende integriert werden. Durch diese Zusammenfassung und die umfangreiche Unterstützung der Stadt würden Aktionen und Veranstaltungen für die Kunden noch attraktiver. Außerdem würden sich durch die Zusammenarbeit alle beteiligten Unternehmer gegenseitig fördern.

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