Wie die Kommunen in der Ortenau Energie einsparen
LED-Straßenleuchten sind Maßnahme Nummer eins

Mit Energie bewusst umgehen, ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die städtische Haushaltskasse.
  • Mit Energie bewusst umgehen, ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die städtische Haushaltskasse.
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  • hochgeladen von Christina Großheim

Ortenau (kec). Der Klimawandel hat schon vor Greta und „Friday for Future“ in den Städten und Gemeinden der Ortenau zum Umdenken geführt. Im Fokus stehen neben der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED insbesondere Gebäudesanierungen, Anlagenoptimierungen und erneuerbare Energien, aber auch nachhaltige Mobilität sowie die Sensibilisierung bei Mitarbeitern, Schülern und Nutzern.

Gegenüber den früher eingesetzten Quecksilberdampflampen besitzen LED-Leuchtmittel eine Stromeinsparung von bis zu 80 Prozent. Während Lahr 2018 erst rund ein Drittel der Leuchten umgerüstet hatte, fehlen Achern die Hälfte und Oberkirch rüstet seit 2013 kontinuierlich um. Pfiffig die Idee der Stadt Kehl, die 2018 ihre Bürger zu Lampenpatenschaften aufrief. Offenburg dagegen begann bereits 2010 mit der Umrüstung und hat heute praktisch nur noch LED-Leuchten in Betrieb.
Hierdurch können pro Jahr ungefähr 92.000 Kilowattstunden Strom und rund 1.090 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

LED-Leuchten helfen sparen

Auch Hausach ist vorne dabei. „Seit vergangenem Jahr haben wir alle 842 Leuchten umgestellt, brauchten wir 2011 noch 400.000 Kilowattstunden Strom, waren es 2018 nur noch 12.5000“, freute sich Hausachs Energiemanager Boris Groß. "Die Investitionskosten von rund 500.000 Euro mit rund 20 Prozent Zuschüssen haben sich in gut acht Jahren amortisiert", so Groß weiter.

Bei der Wärme setzt man in Hausach auf Hackschnitzel, 70 Prozent der Gebäude decken ihren Bedarf mit Nahwärme.
Besonders hebt Hermann Brüstle, Leiter der Stabsstelle Zentrale Steuerung im Oberkircher Rathaus, hervor, dass man schon seit 1999 die Abwärme der Papierfabrik August Koehler für das Schwimmbad nutzt. „Bei den Neubaugebieten und städtischen Gebäuden setzen wir auf KWK-Anlagen“, erklärt Brüstle. Während man im Rahmen des Förderprogramms "KlimaschutzPlus" mehrere Gebäude unter energetischen Gesichtspunkten ertüchtigt hat, hat das Hans-Furler-Gymnasium eine Photovoltaikanlage bekommen.

Regenerative Energien im Einsatz

Auch die anderen großen Kreisstädte setzen auf regenerative Energien. „Das neu gedämmte Dach der Maiwaldhalle in Wagshurst erhielt eine Photovoltaikanlage, dadurch kann auf den Betrieb der Heizung für Warmwasser vollkommen verzichtet und überschüssiger Strom ins Netz eingespeist werden,“ heißt es aus dem Rathaus Achern. In Offenburg erhält aktuell die Eichendorffschule eine Photovoltaikanlage und die Waldbachschule wurde sogar auf Passivhausstandard saniert.

Auch in Lahr wurden in öffentlichen Gebäuden Dächer gedämmt, Fenster ausgetauscht und Heizungsanlagen erneuert. „Die beiden Gymnasien sollen nach erfolgter Sanierung den KFW-Standard 55 erreichen“, so die Pressestelle Lahr auf Anfrage. Seit 2000 konnten dort die Verbräuche bei der Wärme um 15 Prozent, zehn Prozent bei Strom und 20 Prozent bei Wasser reduziert werden.

Schüler sparen Energie

Mit Energie und Wasser bewusst umgehen, den Verbrauch reduzieren und dadurch Kosten sparen – dass dies in Schulen gut funktioniert, zeigt in Lahr das Projekt Fifty-Fifty: „Die Schüler nehmen das Energiesparen selbst in die Hand und bekommen dafür 50 Prozent der eingesparten Kosten als Extrageld für ihre Schule“, so die Pressestelle weiter. Außerdem setzten die Verwaltungen auf E-Mobilität. Während einige Städte eigene Elektroautos und Pedelecs für Dienstfahrten nutzen, hat beispielsweise Kehl außerdem ein Lastenfahrrad angeschafft und setzt ansonsten auf Carsharing.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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