Projekt gestartet
Ortenauhaus aus Durbach zieht in Vogtsbauernhof

Es freuen sich über den Beginn des Projektstarts zur Versetzung des Ortenauhauses aus Durbach in das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof: (v. l. n. r.) Thomas Hafen, Wissenschaftlicher Leiter des Freilichtmuseums, Dezernentin Jutta Gnädig, Bürgermeister Andreas König aus Durbach, Landrat Frank Scherer, Margit Langer, Geschäftsführerin des Freilichtmuseums, Bürgermeister Siegfried Eckert aus Gutach und Bernd Jäger, Geschäftsführer JaKo Baudenkmalpflege GmbH.  | Foto: Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof/Tamara Schwenk
  • Es freuen sich über den Beginn des Projektstarts zur Versetzung des Ortenauhauses aus Durbach in das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof: (v. l. n. r.) Thomas Hafen, Wissenschaftlicher Leiter des Freilichtmuseums, Dezernentin Jutta Gnädig, Bürgermeister Andreas König aus Durbach, Landrat Frank Scherer, Margit Langer, Geschäftsführerin des Freilichtmuseums, Bürgermeister Siegfried Eckert aus Gutach und Bernd Jäger, Geschäftsführer JaKo Baudenkmalpflege GmbH.
  • Foto: Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof/Tamara Schwenk
  • hochgeladen von Matthias Kerber

Durbach/Gutach (st). Die Arbeiten zur Versetzung eines Rebhauses aus Durbach in das kreiseigene Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof in Gutach haben begonnen. In einem aufwändigen Translozierungsverfahren wird das Fachwerkhaus von 1775 in das älteste Freilichtmuseum des Landes gebracht. Dort wird es künftig die Ortenau als Herkunftsregion repräsentieren sowie mit dem traditionsreichen Weinanbau ein neues Themenspektrum in der inhaltlichen Darstellung des Museums ermöglichen. Das „Ortenauhaus“ wird zunächst bis Dezember 2021 am Originalstandort abgebaut, in eine Halle der ausführenden Firma JaKo Baudenkmalpflege in Rot an der Rot transportiert und umfangreich restauriert. Im Herbst 2022 wird das Gebäude wieder in transportfähige Teile zerlegt und in das Gutacher Freilichtmuseum gebracht. Der Aufbau und die Einrichtung sollen bis Frühsommer 2023 erfolgen.

„Mit diesem Fachwerkhaus aus Durbach wird erstmals die Vorbergzone als verbindende Landschaft zwischen der oberrheinischen Tiefebene und den ansteigenden Schwarzwaldhöhen in unserem Schwarzwälder Freilichtmuseum vertreten sein. Das Ortenauhaus ist für unsere Region typisch und charakteristisch für die zahlreichen Winzerorte, die sich am Eingang des Schwarzwalds entlang von Rebhängen säumen“, führte der Landrat des Ortenaukreises, Frank Scherer, zum Start des Umsetzungsprojekts aus. „Ich freue mich sehr, dass wir dieses Kleinod im Ortenaukreis gefunden haben und es im Museum für unsere Besucher zugänglich machen und erhalten können“, so Scherer weiter. Auch der Durbacher Bürgermeister Andreas König begrüßte das Projekt: „Unser schöner Weinort Durbach wird mit dem Gebäude in einem der meistbesuchten Ausflugsziele des Schwarzwalds dauerhaft präsent sein.“

Zweites Großprojekt

Die Versetzung des Ortenauhauses ist das zweite Großprojekt im Rahmen der Erweiterung des Freilichtmuseums. Insgesamt drei Häuser aus den nördlichen Regionen des Schwarzwalds sollen laut der Langzeitkonzeption des Vogtsbauernhofs den bisherigen Gebäudebestand ergänzen. Mit der Umsetzung des Schlössles von Effringen, Wildberg, Landkreis Calw, in den Jahren 2015 bis 2018 wurde bereits der Anfang gemacht. Wie beim Schlössle wird die Inneneinrichtung des Ortenauhauses das 20. Jahrhundert in den Blickpunkt rücken. So wird es im Stil der 60er Jahre eingerichtet, wie zur Zeit seiner letzten großen Umbauphase. In einem rekonstruierten Neubau neben dem Rebhaus soll eine Winzerstube eingerichtet werden.

Die Kosten für das Großprojekt inklusive Erschließung und Bau der Winzerstube belaufen sich auf 2,6 Millionen Euro. Eine Zusage vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg über die förderfähige Summe von 1,21 Millionen Euro im Rahmen der Vergabe von Landeszuschüssen für Freilichtmuseen liegt vor. Die nach Abzug der Landesförderung verbleibenden 1,35 Millionen Euro werden je zur Hälfte über Eigenmittel des Freilichtmuseums sowie über eine Eigenkapitalerhöhung durch den Ortenaukreis finanziert.

Auf der Projekthomepage www.ortenauhaus.com können alle Informationen und Neuheiten rund um die Hausversetzung und das Ortenauhaus abgerufen werden. Dort sind auch Aufnahmen einer Web-Cam, die die Abbau-, Restaurierungs- und Wiederaufbauarbeiten täglich dokumentiert, einsehbar. Das Freilichtmuseum informiert außerdem fortlaufend auf Facebook und Instagram unter #ortenauhaus über den Baufortschritt.

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