Lioba Jörg wird neue Pastoralreferentin
Positiv in die Zukunft gehen

Ortenau (st). Am kommenden Samstag, 17. Juli, beauftragt Weihbischof Dr. Christian Würtz in St. Hedwig Karlsruhe sieben Frauen und neun Männer als Pastoralreferenten. Eine von ihnen ist Lioba Jörg aus Mittelfranken, die in den Seelsorgeeinheiten Oberes Wolftal, Kloster Wittichen und An Wolf und Kinzig im Dekanat Offenburg-Kinzigtal im Einsatz ist.

Nach ihrem Abitur zog es Lioba Jörg zunächst in die Ferne. Fünf Monate lang arbeitete sie auf einer Farm in Irland, bevor sie ihr Theologie-Studium an der Universität in Würzburg begann. Obwohl sie sich vorher bereits ehrenamtlich in der christlichen Jugendarbeit engagierte, gingen die beruflichen Überlegungen zunächst nicht in diese Richtung. Erst während eines Gottesdienstes kam der Gedanke: „Ich könnte für die Kirche arbeiten. Dort kann ich Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen begleiten und quasi als i-Tüpfelchen meinen Glauben zum Beruf machen und Kirche mitgestalten“, beschreibt die 27-Jährige ihre Motivation. Dabei ist ihr bewusst, dass sie bei ihrer Arbeit vor denselben Herausforderungen stehen werde, wie die Kirche selbst. Die große Aufgabe sieht sie darin, einen Ort zu schaffen, an dem sich alle Menschen willkommen, Lösungen zu finden für die vielfältigen gesellschaftlichen und innerkirchlichen Spannungen und dabei vertrauensvoll dem Geist Gottes Raum zu geben.

Zukunft mitgestalten

„Auf Augenhöhe unterwegs sein und darauf achten, wofür unser Herz brennt und was eher Pflicht aus Tradition ist“, das ist das Anliegen der angehenden Pastoralreferentin. „Ich möchte mit den Gemeinden, in denen ich tätig bin, positiv in die Zukunft gehen und sie mitgestalten“, unterstreicht sie. Den Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht Lioba Jörg darin, Neues auszuprobieren – liturgisch wie pastoral. Dabei wolle sie gut hinhören, um zu spüren, was gerade „dran“ ist. Eine große Inspiration ist für sie der Austausch mit Menschen unterschiedlicher Religionen und Konfessionen in den sozialen Medien. Dort könne sie erfahren, wie Kirche in anderen Diözesen und Glaubensgemeinschaften gelebt und gestaltet wird, so die junge Theologin.

„Gott ist überall schon da“, betont sie. Daher sieht Lioba Jörg die zentrale Aufgabe ihres Wirkens darin, Gott in menschlicher Gemeinschaft zu entdecken, um daraus „Trost, Kraft und Mut zu schöpfen für das scheinbar Unmögliche.“ Diese grundlegende Überzeugung spiegelt sich auch im Leitwort wider, das die angehende Pastoralreferentin gewählt hat: „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Timotheus 1,7).

Pastoralreferenten sind hauptamtlich Mitarbeitende, die in allen Bereichen der Seelsorge eingesetzt werden. Sie haben ein Theologiestudium und eine dreijährige Berufseinführung absolviert und arbeiten zum Beispiel im Seelsorgeteam einer Seelsorgeeinheit oder in Sonderfunktionen. Sie bringen christliche Werte in sozialen, kulturellen, ethischen und wissenschaftlichen Kontexten ein. Seit 1976 hat dieser Beruf in der Erzdiözese Freiburg einen unverzichtbaren und bewährten Platz im Miteinander der verschiedenen pastoralen Dienste. Derzeit sind rund 300 Frauen und Männer als Pastoralreferenten sowie Pastoralassistenten (Pastoralreferenten in der Ausbildung) in der Erzdiözese tätig.

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