Im Grunde
Unanständige Jobangebote

...kann ich die Verärgerung des Handwerkspräsidenten Hans Peter Wollseifer gut nachvollziehen. Betriebe bilden mit großem Engagement Nachwuchs aus, der dann von anderen abgeworben wird. Das frustriert keineswegs nur Handwerker. Auch andere Branchen kennen das Problem. Um ihm entgegenzuwirken, fordert der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks jetzt: Wer frischgebackene Gesellen direkt nach der Ausbildung abwirbt, soll eine Ablösesumme bezahlen.

Fachkräfte

Man kann eine solche Ablösung als Strafgebühr verstehen oder als Aufwandsentschädigung. Eine wirkliche Lösung wird aber weder das eine noch das andere bringen. Wer Fachkräfte abwirbt, der winkt ohnehin oft mit dem Geldbeutel. Umgekehrt nützt es mir unter dem Strich wenig, wenn zwar meine Mühe als Ausbilder entschädigt wird, mir aber die dringend benötigte Arbeitskraft fehlt.
Davon abgesehen dürfte es schwierig sein, so ein Vorhaben in die Praxis umzusetzen. Wie will jemand beweisen, dass der ehemalige Arbeitnehmer aktiv abgeworben wurde und nicht einfach Lust hat, anderswo zu arbeiten? Denn Letzteres ist sein gutes Recht und muss es bleiben.
Anne-Marie Glaser

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