Investor Orbau investiert elf Millionen Euro bei Kirche und Schlossberghalle
Ortenberger Seniorenzentrum soll Referenzprojekt werden

Bürgermeister Markus Vollmer (2.v.l.) mit der Baugenehmigung für Investor Burkhard Isenmann (Orbau, l.) und mit den Sono-Vorständen Werner Kolb sowie Wilhelm von Ascheraden (r.). | Foto: Foto: rek
  • Bürgermeister Markus Vollmer (2.v.l.) mit der Baugenehmigung für Investor Burkhard Isenmann (Orbau, l.) und mit den Sono-Vorständen Werner Kolb sowie Wilhelm von Ascheraden (r.).
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Ortenberg. „Man kann fast von einem Ortenberger Modell reden, da zum Beispiel die Wohngruppen in
Sachen Betreuung variabel sind und das ist wirklich ein Novum“, begrüßte
gestern Ortenbergs Bürgermeister Markus Vollmer, dass die Gemeinde die
Baugenehmigung des Landratsamts erhalten habe. Er überreichte sie bei
einem Vor-Ort-Termin auf dem Grundstück an Burkhard Isenmann,
Geschäftsführer der Orbau, als Investor. Der kündigte an, dass Ende
Oktober der Startschuss für das Elf-Millionen-Projekt erfolge und dieses
in rund zwei Jahren Bauzeit auf dem rund 1,5 Hektar großen Grundstück
realisiert sein könne.

In zentraler Lage hinter der Pfarrkirche und der Schlossberghalle werden zwei dreigeschossige Gebäude für drei
Wohngruppen, eine Tagespflegeeinrichtung, Begegnungsräume sowie 19
Seniorenwohnungen errichtet. „Mit diesem Seniorenzentrum wird das neue
Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz im Ortenaukreis erstmals umgesetzt“,
betonte Isenmann. Dieses Gesetz hatte auch dafür gesorgt, dass seit
Beginn der Planung vor acht Jahren ein Investor in der Zwischenzeit
abgesprungen war. Eine Zeit mit vielen Schritten nach vorn, vielen
zurück und lange Zeit Stillstand für das Projekt, erinnerte Vollmer über
das Auf und Ab.

Welche Bedeutung es für die Ortenberger hat, sei ihm im Bürgermeisterwahlkampf vor acht Jahren klar geworden, so
Vollmer. Damals hätte keiner der Kandidaten das Thema auf der Rechnung
gehabt, ein Seniorenzentrum sei aber von den Bürgern bei vielen
Veranstaltungen immer wieder gefordert worden.

Hinter dem „Ortenberger Modell“ steckt das Engagement des Sozialen Netzwerks
Ortenberg (Sono). Es betreut eine der Wohngruppen, die Isenmann mit
einer studentischen Wohngemeinschaft vergleicht. Über 20
Sono-Mitarbeiter stehen derzeit schon parat, um künftig im neuen
Quartierhaus zu arbeiten. „Wir haben deren Ausbildung organisiert“,
machte Vorstand Werner Kolb klar, mit welchem Einsatz das Projekt
getragen wird. Die pflegerische Betreuung des Seniorenzentrums übernimmt
die Nordracher Winkelwaldklinik.

Für Isenmann steht das Ortenberger Seniorenzentrum in direkter Verbindung zu drei weiteren
Projekten, die das Zeller Unternehmen in Hohberg, Willstätt und im
Offenburger Neubaugebiet Seidenfaden realisiert.

Das Seniorenzentrum entsteht in der Ortsrandlage und bietet den Bewohnern
kurze Wege zu Kirche, Rathaus, Apotheke und der Gemeindehalle, nannte
Vollmer die Standortvorteile. „Der Bedarf, das hat eine Befragung
ergeben, ist vorhanden“, beschrieb Sono-Vorstand Wilhelm von Ascheraden
die Notwendigkeit, wenn auch in der Vergangenheit oft „soziale Logik auf
ökonomische Logik“ getroffen sei.

Autor: Rembert Graf Kerssenbrock

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