Angedacht von Bernhard Pfaff
Dreifaltigkeit: Vater, Sohn, Heiliger Geist

Bernhard Pfaff

„Irgendetwas Höheres muss es geben.“ Ja! Oder ich muss glauben, dass alles in der Welt, im Weltall, im Mikrokosmos und in unserem Leben durch Zufall so geworden ist. Weder der Glaube an Gott noch der Glaube an den Zufall ist im wissenschaftlichen Sinn zu beweisen. Glauben müssen beide. Wer an den Zufall glaubt, muss freilich an unendlich viele Zufälle glauben.

Das Höchste, was ich in der Welt vorfinde, ist der Mensch, der Ich und Du sagen kann, der sich seiner selbst bewusst und zur Gemeinschaft fähig ist. Wenn alles auf Gott zurückgeht, muss Gott aber noch viel mehr sein als Person und Gemeinschaft und nicht nur ein „höheres Wesen“.
Am heutigen Dreifaltigkeitssonntag nach Pfingsten bekennen wir Christen, dass Jesus uns diesen Gott als den guten Vater – den Abba – verkündet hat. Er will das Beste für alle Menschen und Jesus sagt über sich selbst: "Ich bin da in jedem Menschen, der euch braucht. Ich gehe mit euch durch alle Tage eures Lebens und durch den Tod ins Leben für immer."

Im Alten Testament – besser: "Ersten Testament“ – steht für den Heiligen Geist das Wort „Ruach“. Das ist ein weibliches Wort und es ist nicht gut, dass wir daraus ein männliches gemacht haben. So wird bei uns Gott zu einseitig männlich verstanden. "Ruach" bedeutet vor allem: frischer Wind, Lebensatem. Die "Ruach" lässt aufatmen und neu werden, aber sie kann auch durcheinanderwirbeln. Das ist Heiliger Geist, das ist Gott.

Bei uns Menschen ist die Gemeinschaft mehr als der einzelne Mensch. So ist Gott auch nicht nur ein Einzelner. Bei Gott gibt es Gemeinschaft, gibt es Austausch, gibt es Beziehung. Am Dreifaltigkeitsfest bekennen wir: Gott ist Vater, Sohn und Heiliger Geist – besser: Heilige Geistin.
Das alles kann Gott nicht erklären. Wir kommen ihm nahe, wenn wir ihm vor allem als Du und einem großes Geheimnis begegnen.

Bernhard Pfaff, Pfarrer im Ruhestand, Renchen

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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