Rekordjahr bei "WeberHaus"
733 Objekte im vergangenen Jahr gebaut

Montage in der Fertighaus-Produktion

Rheinau-Linx (st). Der Fertighaushersteller "WeberHaus" konnte im Jahr 2021 trotz Corona-Beschränkungen seine Leistung steigern und erzielt ein stabiles Wachstum in Höhe von 4,3 Prozent. Der Umsatz für das vergangene Geschäftsjahr liegt bei 292 Millionen Euro. Für das Jahr 2022 hat sich "WeberHaus" zum Ziel gesetzt, die Grenze von über 300 Millionen Euro Umsatz deutlich zu überschreiten.

Ein Jahr voller Herausforderungen

“Das Jahr 2021 brachte wie das Vorjahr einige Umstände mit sich, die uns viel Energie kosteten. Neue Herausforderungen in der Materialversorgung und enorme Preissteigerungen für verschiedene Baustoffe kamen auf uns zu, die es in der bisherigen Firmenhistorie so noch nicht gegeben hat”, sagt Heidi Weber-Mühleck, geschäftsführende Gesellschafterin von "WeberHaus". Dementsprechend mussten die Preise bei Neuverträgen angepasst werden. Je nach Entwurf des Hauses betrug die Preissteigerung über zehn Prozent im Vergleich zu 2020. Da die Materialkosten weiterhin steigen, mussten im Januar 2022 die Preise nochmals erhöht werden. “Eine solche Steigerung haben wir in der Vergangenheit von 'WeberHaus' noch nie vornehmen müssen”, so Weber-Mühleck. Gleichwohl steht der Fertighaushersteller weiterhin zu seiner 18-monatigen Festpreisgarantie und hält Verträge mit seinen Bauherren ein. Das Familienunternehmen profitiert von der hohen Qualität seiner Häuser und der wachsenden Beliebtheit von Fertighäusern, so dass zum dritten Mal in Folge ein neuer Vertriebsrekord aufgestellt wurde.

Der Umsatzanteil für den Geschäftsbereich Objektbau liegt bei fünf Prozent. Im Bereich Export konnten 14,8 Millionen Euro Umsatz erzielt werden. Das entspricht einem Anteil von 5,3 Prozent. Während "WeberHaus" seine Position am Markt weiter ausbaut, steigert auch die Fertighaus-Branche insgesamt ihren Marktanteil auf über 23 Prozent, neuer Höchstwert laut Bundesverband Deutscher Fertigbau. In Baden-Württemberg ist die Nachfrage nach Fertighäusern mit 39,1 Prozent Marktanteil am höchsten. Insgesamt hat "WeberHaus" im vergangenen Jahr 733 Objekte gebaut. Dazu zählen Ein- und Zweifamilienhäuser, aber auch Mehrfamilienhäuser sowie Gewerbebauten. Der Großteil mit rund 90 Prozent wird in Deutschland gebaut, aber auch in die Schweiz, nach Luxemburg und in grenznahen Gebieten in Frankreich liefert der Fertighaushersteller. Aktuell beschäftigt das Familienunternehmen 1.328 MitarbeiterInnen in den Werken Rheinau-Linx (1.028) und im nordrhein-westfälischen Wenden-Hünsborn (300). Dazu zählen 76 Auszubildende in den verschiedensten Gewerken.

Eröffnung von neuem Ausstellungshaus

Die Investitionen betrugen im vergangenen Jahr 3,7 Millionen Euro. "WeberHaus" hat unter anderem in ein neues Ausstellungshaus investiert, das im April 2022 in der Fertighaus-Welt Schwarzwald in Kappel-Grafenhausen eröffnet wurde. Das frei geplante Architektenhaus präsentiert sich als zeitlos stilvolles, zweigeschossiges Stadthaus mit einem Walmdach. Bei der Gestaltung des Hauses wurde großen Wert auf Gemütlichkeit und Wohlfühlen gelegt. Gleichzeitig ist das rund 190 Quadratmeter große Eigenheim mit Wärmepumpe, Photovoltaik-Anlage, Batteriespeicher und Haussteuerung ausgestattet.

Im vergangenen Jahr wurde am Standort in Rheinau-Linx in die Erweiterung der Photovoltaik-Anlage auf den Produktionshallen investiert. Bereits seit 2011 ist die erste Anlage mit fast einem Megawatt installiert. 2022 kommt eine weitere Anlage hinzu, mit der eine Eigenverbrauchsquote von über 88 Prozent erzielt wird. Alle drei Anlagen zusammen entsprechen einer Leistung von zwei Megawatt.

Im Oktober übernahm "WeberHaus" die Firma Licht-Concept in Walldürn mit über 40 Mitarbeitern und im Januar den Dachdeckerfachbetrieb Möstel Bedachungen in Kehl-Auenheim mit über 15 Fachkräften. Mit den Übernahmen erweitert der Fertighaushersteller seine Kompetenzen sowie Kapazitäten. Darüber hinaus erscheint die gesamte Website von "WeberHaus" im neuen Design. Dynamisch, animierte Website-Elemente, ein klares Erscheinungsbild und technische Features wie eine Bewertungsfunktion für die gezeigten Häuser wurden umgesetzt. Highlight ist der neue Hauskonfigurator mit 3D-Ansicht. Interessenten können nicht ihr persönliches Haus planen, sondern auch gleich den eigenen Entwurf virtuell begehen.

Neues Projekt: 14,5 Hektar großes Wohngebiet

Seit ein paar Jahren erwirbt und erschließt "WeberHaus" Grundstücke in allen Größenordnungen. Sowohl Bauplätze ohne als auch mit Bestandsimmobilie sind interessant für den Fertighaushersteller. So hat "WeberHaus" kürzlich das ehemalige Speditionsgelände am Ortsausgang von Hesselhurst im Ortenaukreis erworben, um auf dem 14,5 Hektar großen Areal ein Wohngebiet entstehen zu lassen. Die Netto-Baufläche beträgt rund zwölf Hektar. Hier sollen Mehrfamilienhäuser sowie Ein- und Zweifamilienhäuser, freistehend oder als Doppel- oder Reihenhaus, umgesetzt werden. Die Erschließung erfolgt voraussichtlich im Laufe des kommenden Jahres.

Auf der Suche nach Fachkräften

Neben den noch nie dagewesenen Herausforderungen beschäftigt der Fachkräftemangel das Unternehmen zunehmend. „Wir sind intensiv auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Vor allem im Bereich Handwerk bemühen wir uns verstärkt um qualifizierte Fachkräfte“, erklärt Stephan Jager, kaufmännischer Geschäftsführer bei "WeberHaus". Aber auch im Vertrieb, in der Verwaltung oder im Bereich Technik gibt es offene Stellen.

Autor:

Rembert Graf Kerssenbrock aus Kehl

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