5. Dezember 2017, 20:20 Uhr | 0 | 1 Leser

Rheinauer Firma Klotter modernisiert Schiff aus Frankreich
Eisbrecher elektronisch in die Neuzeit gebracht

Markus Neubert erklärt, was alles am Steuerpult der MS Mulhouse erneuert wurde.
Markus Neubert erklärt, was alles am Steuerpult der MS Mulhouse erneuert wurde. (Foto: gro)

Rheinau (gro). Es ist nicht das erste Schiff, das die Klotter Elektrotechnik GmbH aus Rheinau in Sachen Elektrik wieder in die Neuzeit  versetzt hat. Das Besondere an der "Mulhouse": Es handelt sich um einen Eisbrecher. Das Schiff wird auf den Kanälen und Schleusen rund um Niefern im südlichen Elsass eingesetzt und wurde 1956 gebaut. "Der Umbau zum Eisbrecher war 1978 und aus dieser Zeit stammt auch die gesamte Elektrik auf dem Schiff", stellt Geschäftsführer Werner Klotter bei einem Vorort-Termin fest. 

"Es gibt immer weniger Elektriker, die sich mit Schiffen auskennen", erklärt Markus Neubert den Grund dafür, warum das Rheinauer Unternehmen die erste Wahl für den Inhaber, Voies navigables de France (VNF), war. Der Service, den das Unternehmen biete, habe sich herumgesprochen. 
"Die Technik, die sich an Bord befand, hat teilweise nicht mehr funktioniert, es gab keine Abnahme mehr", so Werner Klotter. Deshalb wurde die Elektronik von Grund auf erneuert: Nicht nur alle Kabel wurden neu verlegt – rund 4,5 Kilometer –, sondern auch das Steuerpult inklusive der Mess- und Regeltechnik, die Beleuchtung, die Batterieanlage, die Heizungen sowie die Kommunikation modernisiert. "Wir haben den Auftrag vor einem Vierteljahr bekommen und sind seit vier Wochen mit den Umbauarbeiten beschäftigt", erläutert Markus Neubert. "Wir gehen davon aus, dass das Schiff noch vor Weihnachten fertig wird."

Die Firma Klotter ist nicht das einzige Rheinauer Unternehmen, das an dem französischen Schiff arbeitet, auch die Schiffswerft Karcher ist mit der Modernisierung beschäftigt.