Neues Wegekonzept im Taubergießen
Orientierung für Besucher, Ruhe für Tiere

Das neue Wegekonzept im Taubergießen begeistert.
  • Das neue Wegekonzept im Taubergießen begeistert.
  • Foto: Sandra Decoux-Kone
  • hochgeladen von Daniela Santo

Rust (mam). Freiburgs Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer ließ es sich nicht nehmen, ein neues Wegekonzept für das Naturschutzgebiet Taubergießen am Altrhein persönlich vor Ort vorzustellen. Das Gebiet erstreckt sich über die Gemarkungen von Rheinhausen, Rust, Kappel-Grafenhausen und Schwanau. Und: 60 Prozent der Flächen sind Eigentum der elsässischen Gemeinde Rhinau.

200 Hinweisschilder

Am Freitagmorgen begrüßte Schäfer neben vielen Mitwanderern die Bürgermeister Kai-Achim Klare aus Rust, Jochen Paleit aus Kappel-Grafenhausen und Jean-Paul Roth aus Rhinau nebst Landtagsabgeordneter Marion Gentges, aber auch Vertreter beteiligter Naturschutzverbände. Bärbel Schäfer verkündete, dass nun erstmals einheitlich über 200 Hinweisschilder samt sieben neuen Themenwegen dazu beitragen, sich im ausgedehnten Taubergießen-Gebiet mit seinen Wanderwegen besser zurecht zu finden. Das sei nach bisherigem „wilden Durcheinander von Schildern und Markierungen“ dringend nötig gewesen. Denn: In „einem der schönsten Naturschutzgebiete Baden- Württembergs“, so Schäfer, erhöhe sich der Besucher- und Freizeitdruckdruck weiter, verbunden mit höherem Stress für hier anzutreffende seltene und vom Aussterben bedrohte Tierarten. Also sei es darum gegangen, „den Besucherandruck zu beruhigen und besser zu lenken“.

Strenge Regeln

Die neuen Tafeln sollen helfen, sich nicht nur zurecht zu finden, sondern auch die strengen Regeln im Taubergießen besser zu verstehen und zu akzeptieren. Es gehe bei der neuen Besucherlenkung darum, „eine Balance zwischen Naturschutz und Zugangsinteresse von Besuchern“ zu finden. Bettina Saier, Leiterin der ökologischen Station Taubergießen, erläuterte die zunehmende Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen. Einer der nun beschilderten sieben Themenwege und Erlebnispfade ist nach dem Lachs benannt oder nach dem seltenem See- und Fischadler. Bezuschusst wurde das Wegekonzept vom baden-württembergischen Umweltministerium.

Die Regierungspräsidentin berichtete, dass aktuell eine weitere Machbarkeitsstudie zur ökologischen Aufwertung der Lebensräume am Rhein geplant sei, abermals unter Beteiligung von deutschen und französischen Kommunen und weiteren Partnern wie auch Umweltschutzverbänden. Weitere spezielle Arten- und Lebensraumtafeln sollen außerdem noch folgen.

Autor:

Daniela Santo aus Lahr

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