Einblicke in Räume, die sonst nicht zugänglich sind, geben Acherner Künstler am 26. und 27. September. Sie öffnen ihre Ateliers und bieten einen Blick hinter die Kulissen. An 19 Orten in Achern können Interessierte entdecken, wie und wo Kunst entsteht. Es ist der zweite Tag der offenen Ateliers nach der Premiere 2024.
„Achern scheint ein Hotspot für Kunst zu sein“, sagt Jakob Vinje, der Leiter des Fachgebiets Kultur und Tourismus bei der Acherner Stadtverwaltung. Dass 25 Kunstschaffende sich beteiligen, sei beindruckend. Dass sie der Öffentlichkeit zeigen, wo sie arbeiten, sei besonders: „Das begeistert mich.“ Die Stadt Achern unterstütze die Initiative, indem sie die Druckkosten für einen Handzettel trägt. Sie werden unter anderem in den Rathäusern ausgelegt und zeigen, wer was an welcher Adresse zeigt.
„Es sind mehr Künstler und mehr Orte dabei als beim ersten Mal“, sagt Ideengeberin Jenny Masny. Sie selbst zeigt ihr Atelier in Oberachern. Aus Oberachern sind auch Svenja Bohnert, Helga Ell-Baumgratz und Stefan Baumgratz beteiligt. In der Kernstadt gibt es neun offene Ateliers, darunter die Illenau Werkstätten, wo sich die Künstlergruppe MoMas trifft. Im Kunstpavillon des Gymnasiums geben Schüler Einblicke in ihre Malerei. Außerdem öffnen Sabine Vollmer, Ulla Fuchs, Johannes Schweiger, Roswitha Schwörer, Bernd Rehmke, Ruth Lorenz, Susanne Schulz und Sandra von Knoche in Achern ihre Türen.
In Großweier beteiligt sich Juliane Wende, in Sasbachried Andreas Kolb und in Mösbach Annette Maier. In Fautenbach sind das Designerpaar ménage à deux und die Malerin Karin Herzogenrath dabei. In Önsbach geben Stefanie Raus und Conny Walz Einblicke.
„An einem Wochenende so viele Ateliers kennen zu lernen, das geht sonst nicht“, sagt Jenny Masny. Es sei recht intim, den eigenen Schaffensraum zu öffnen. Dabei werde ein Austausch mit dem Künstler und seinen Werken möglich. Weil sich die Besucher von Atelier zu Atelier bewegen und sich unterwegs treffen, entstehe auch unter ihnen ein Austausch. Sie können neben Malerei auch Fotografie, Bildhauerei, Grafik und Design kennenlernen. Besondere Formen sind Textilkunst, florale Kunst und Holzskulpturen.
Der Gast sollte mit Respekt in die Ateliers eintreten, sagt Jakob Vinje, der selbst Musiker ist. Wo man kreativ werde, sei es auch sehr persönlich. In der Musik und der Kunst ändere ein Mensch dafür seine Perspektive. Ein Werk zu planen und es zu erschaffen, sei eine emotionale Sache. Das könnte ansteckend sein: „Vielleicht regt das Wochenende manche dazu an, selbst eine Ausdrucksform für sich zu finden und kreativ zu werden.“
Die Aktion „Künstler öffnen ihre Ateliers“ läuft am Samstag und Sonntag, 26. und 27. September, jeweils von 11 bis 18 Uhr. Vor den Häusern steht jeweils eine Fahne mit der Aufschrift „Offenes Atelier“.


