In seinem Vortrag nimmt uns Peter Ruf auf seine ganz persönliche Pilgerreise – auf das Abenteuer seines Lebens, wie er selbst sagt.
Eigentlich wollte er 50 Dörfer in Griechenland mit dem E-Bike besuchen, in denen Hitlers 1. Gebirgsdivision 1943 gewütet und gemordet hat. Kommeno sollte das erste Ziel werden, aber es wurde sein einziges!
In Kommeno richteten die deutschen Gebirgsjäger am 16. August 1943 ein fürchterliches Blutbad an, dem 317 Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner zum Opfer fallen.
Was wird den Deutschen Peter Ruf über 80 Jahre nach dem Massaker deutscher Gebirgsjäger in Kommeno erwarten?
Wie sieht es heute in Kommeno aus? Wie reagieren die Menschen auf einen deutschen „Nachfahren“ verbrecherischer Soldaten, der so einfach mit dem E-Bike daherkommt?
Peter Ruf berichtet über seine Er-Fahrungen mit den Menschen vor Ort, der Gastfreundschaft, und deren Herzlichkeit, die er erleben durfte.
Er geht aber auch der Frage nach: was ist Heimat, was macht Heimat aus? Andererseits: Nachdem so viele Jahrzehnte deutscher Untätigkeit verstrichen sind, schreckliches Unrecht zu sühnen und „Reparationszahlungen“ mittlerweile einfach illusorisch bleiben:
Ist es alternativ nicht an der Zeit, heute zum Beispiel eine freundschaftliche Partnerschaft zwischen Griechenlands Nord-West-Provinz Epirus und Baden-Württemberg im Rahmen einer Länderpartnerschaft einzugehen, um damit den Respekt gegenüber den Menschen in Griechenland zu bezeugen?
Die Heimreise wird zur „Pilgerfahrt retour“ in die eigene Heimat.
Das bedeutet in Zahlen: in 28 Tagen wurden 3.104 Km und 40.000 Höhenmeter überwunden. Umrahmt wird der spannende Vortrag mit Fotographien, die die wunderbareLandschaft, aber auch die Menschen und deren Lebenssituation heute zeigen.
Dr. Peter Ruf ist Jahrgang 1947. Seit 46 Jahren hat er in Kappelrodeck Wurzeln gezogen, ist Kappelrodeck ihm HEIMAT geworden. Über 30 Jahren hat er als Landarzt in seiner Heimat, dem Achertal, Spuren hinterlassen. Zusammen mit seiner Frau hat er fünf Kinder und neun Enkelkinder.





