Er gehört zur fünften Jahreszeit in Offenburg wie die Redoute und der Hexenball: Am Samstag, 15. Februar, findet der 45. Offenburger Narrentag statt. 1978 hat die Veranstaltung mit zwölf Zünften und acht Kapellen ihren Anfang genommen. Inzwischen nehmen über 60 närrische Gruppen daran teil.
Tradition wird groß geschrieben. So wird nach dem Einzug der Narren um 10.30 Uhr die Ranzengarde der Althistorischen zum Sturm aufs Rathaus blasen – die Verwaltungsspitze nimmt's mit Humor, heißt es aus gut unterrichteten Kreisen. Und wie in all den Jahren zuvor werden die Bohlsbacher Krabbenaze um 11.30 Uhr das Hängen und Fleddern einer prominenten Person übernehmen. Für Stimmung und Unterhaltung sorgen die Schrottpäperen, ehe die Narrenzunft Rebknörpli aus Fessenbach zum lustigen Scheeserennen einlädt.
Höhepunkt und Ende der Veranstaltung beginnt um 14 Uhr, wenn der große Kinder- und Narrenumzug durch die Innenstadt seinen Lauf nimmt. Die Auflistung der Umzugsgruppen findet sich auf Seite 10. Rund 700 Jungen und Mädchen werden daran teilnehmen: "Das ist eine gute Zahl", versichert Stadtmarketing-Chef Stefan Schürlein, bei dem die Organisationsfäden zusammenlaufen.
Trotz vieler liebgewonnener Programmpunkte gibt es auch in diesem Jahr Neuigkeiten. So wird der Narrentag erstmals von der Präsidentin des Ortenauer Narrenbunds, Silvia Boschert, und ihrem Vize Rainer Oehler moderiert. Zu bestaunen werden zudem die neuen Masken der Offeburger Schwellkepf sein, die im vergangenen Jahr ihr 44-jähriges Bestehen gefeiert haben. Mit den neuen Masken soll der Bezug zur Heimatstadt noch enger markiert werden. Daher hat man König Offo als Paten genommen, der auf der Nordseite des Rathauses abgebildet ist. In Luzern wurden die Rohlinge in ihre endgültige Form gebracht. Die 30 Musiker*innen können beim Narrentag bestaunt werden.





