Oliver Killeweit stellt seinen Sport vor: Tennis

Der Rückhand-Slice ist eine vielseitige Waffe auch für diejenigen Tennisspieler, die eher lauffaul sind.
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  • Der Rückhand-Slice ist eine vielseitige Waffe auch für diejenigen Tennisspieler, die eher lauffaul sind.
  • Foto: jürgen heimerl/pixelio.de
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Ortenau/Oberweier. „Ich hab stundenlang an einer Fabrikwand geübt und mit sechs Jahren beim
Tennisclub der INA Lahr das erste Mal auf dem Platz gestanden“, sagt der
in der Region bestens bekannte Tennistrainer Oliver Killeweit über
seine Anfänge als Tennisspieler. Während das Spielen an der Ballwand an
die Legende vom Straßenfußballer erinnert, trägt Killeweit heute aktiv
dazu bei, dass Talente wie Paul Wörner und Nico Obert vom TC BW
Oberweier heutzutage durch Trainieren und Spielen auf Mini- und
Midifeldern an die internationale Spitze herangeführt werden.

Nach den ersten Lehrjahren beim Werksverein im Lahrer Industriegebiet wurde
der Tennisclub Blau-Weiß Oberweier zur sportlichen Heimat für Killeweit.
„Ich habe alle Jugend- und Herrenmannschaften gespielt“, sagt Killeweit
und das sehr erfolgreich. Mittlerweile trainiert er die Herren- und
Damenmannschaften des Vereins.

Als Spieler zeichnet er sich als Sandplatzwühler aus. Mit seinen Top-Spin-Schlägen und der beidhändigen Rückhand brachte er einige Gegner zur Verzweiflung. „Für die echte
Spitze hat mein Talent nicht gereicht“, stellt Killeweit seine
sportlichen Erfolge unter den Scheffel. Fünf Mal Badischer Vize-Meister
und fünf Weltranglisten-Punkte bei einem Future-Turnier in Rumänien, die
ihm einen Weltranglistenplatz in den Top 1000 einbrachte. Zurzeit
spielt er bei den Herren 40 beim TC Bohlsbach in der 1. Regionalliga
Südwest. Dort trifft das Team auf bekannte Spieler wie Bernd Karbacher
oder Fabrice Santoro. Eine Art Senior Tour auf höchstem Niveau.
Killeweit: „Wir waren Vierter in dieser Saison mit drei Niederlagen und drei Siegen.“

Als Bezirkstrainer des Badischen Tennisverbands für die Region Oberrhein-Breisgau hat er einen abwechslungsreichen aber auch intensiven Beruf. „1995 habe ich meine Ausbildung zum
Industriekaufmann bei der Roth-Händle gemacht. Da stand ich vor der
Frage: Betriebswirt oder Tennis? Ich bekam dann das Angebot vom Verband,
wenn ich den B- und A-Trainerschein mache, den Bezirk zu trainieren“.

Es hat sich einiges verändert in der Tennislandschaft. Von U9 bis U1
spielen die Jugendlichen in feinjustierten Altersklassen. Die
Spielfelder und Bälle wurden zudem angepasst. „Es ist gar nicht so
einfach in Zeiten von G8 Mannschaftsspiele für die Jugend zu
organisieren.“ Wenn früher um 14.30 Uhr Spielbeginn war, so können viele
Schüler heute erst ab 16 Uhr zum Schläger greifen. Das
Stützpunkttraining findet in Hugstetten bei Freiburg statt. Einzelne
Fördergruppen werden in Oberweier betreut. Mit einem Partner zusammen
organisiert Killeweit auch Camps im Ausland: www.tennis-akademie-baden.de

Auch bei der Fitness hat sich viel gewandelt im Tennissport. „Ein Boris
Becker konnte noch mit 17 Wimbledon gewinnen. Heute spielt die Athletik
eine so wichtige Rolle, dass sowas nur äußerst selten vorkommt.“ Auch
seine Art Tennis zu spielen mit Top Spin sei heute weniger populär. Auch
hätte ihm die Größe gefehlt für ein krachendes Service. „Die
körperlichen Voraussetzungen sind heute absolut wichtig. Mit Talent
allein geht heut gar nichts mehr“, resümiert Killeweit. Und wie werden
Talente gefördert? Der Bezirk III Oberrhein-Breisgau lädt am 27. Juli
beim TC Teningen zur Sichtung der Kinder Jahrgang 2005 und jünger ein.

Autor: st

Der Rückhand-Slice ist eine vielseitige Waffe auch für diejenigen Tennisspieler, die eher lauffaul sind.
Oliver Killeweit

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