André Moser meistert Weltcup-Premiere beim Sella Ronda Hero
- Trailabfahrten vor spektakulärer Bergkulisse beim Sella Ronda Hero Dolomites
- hochgeladen von Andre Moser
SC Hausach Mountainbiker überzeugt bei einem der härtesten Marathonrennen der Welt
Wolkenstein in Gröden: Am Samstag, den 13. Juni, feierte der Hausacher Mountainbiker André Moser vom Team DAUCH Corporation / Fahrrad am Bächle seine Premiere auf der internationalen Weltcup-Bühne. Beim renommierten Marathonrennen Sella Ronda Hero stellte er sich erstmals der Weltelite und zeigte dabei eine starke Leistung.
Bereits um 7.20 Uhr fiel in Wolkenstein in Gröden in den Südtiroler Dolomiten der Startschuss für das traditionsreiche Rennen, das als eines der härtesten und prestigeträchtigsten Mountainbike-Marathons weltweit gilt. Für die Elitefahrer führte die Strecke über anspruchsvolle 86 Kilometer und rund 4.100 Höhenmeter.
Von Beginn an wurde ein hohes Tempo angeschlagen. Schon kurz nach dem Start wartete der erste lange Anstieg auf die Fahrer. „Hier galt es, möglichst schnell in den Rhythmus zu finden und nicht zu überpacen“, berichtete Moser nach dem Rennen. Doch die steilen Rampen der Dolomiten machten dieses Vorhaben alles andere als einfach. Steigungen von 20 Prozent seien keine Seltenheit gewesen, einige Passagen hätten sogar mehr als 30 Prozent aufgewiesen.
Der Hausacher fand zunächst gut in den Wettkampf und bewältigte die ersten beiden großen Anstiege ohne Probleme. Die entscheidende Herausforderung folgte jedoch am dritten langen Anstieg der Strecke. Dieser führte über knapp 1.000 Höhenmeter am Stück bergauf und verlangte den Athleten mit zahlreichen Rampen um die 25-35 Prozent Steigung alles ab.
Kurz vor dem Ende dieses Anstiegs bekam Moser trotz guter Verpflegung erstmals körperliche Probleme. Starke Schmerzen in den Sehnen beider Kniekehlen machten ihm zu schaffen. „So etwas hatte ich noch nie erlebt. Ich konnte die Beine kaum noch strecken und nur unter starken Schmerzen treten“, schilderte der Mountainbiker. Nach einigen Minuten lockeren Kurbelns ließen die Beschwerden glücklicherweise wieder nach.
Im weiteren Rennverlauf kehrte das Problem jedoch noch drei weitere Male zurück. Dadurch verlor Moser wertvolle Zeit und musste sein Tempo deutlich anpassen. Statt auf Angriff zu fahren, setzte er nun auf eine kontrollierte Renneinteilung. „Ab diesem Zeitpunkt galt eher das Motto: In der Ruhe liegt die Kraft“, sagte er.
Zusätzliche Belastung brachten die technisch anspruchsvollen Abfahrten mit zahlreichen Trails und Schlüsselstellen, die den Fahrern auch bergab höchste Konzentration abverlangten.
Trotz der Schwierigkeiten erreichte Moser sein großes Ziel. Nach 5:49 Stunden überquerte er erschöpft, aber überglücklich die Ziellinie und blieb damit sogar unter seiner selbst gesteckten Zielzeit von sechs Stunden. In der Weltcup-Wertung der Eliteklasse belegte er Rang 66, im Gesamtklassement aller Teilnehmer Platz 73.
„Ohne die Probleme mit den Sehnen wäre vielleicht sogar ein Platz in den Top 50 möglich gewesen“, resümierte Moser. Dennoch überwog die Zufriedenheit über die gelungene Weltcup-Premiere. Besonders die einzigartige Kulisse der Dolomiten machte das Rennen für ihn zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Mit seiner Leistung bei einem der anspruchsvollsten Mountainbike-Marathons der Welt setzte der Hausacher ein starkes Ausrufezeichen und sammelte wertvolle Erfahrungen für zukünftige Rennen auf internationalem Niveau.







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