MOTOCROSS: Rekordteilnehmerzahl bei 44. Auflage – Optimale Streckenverhältnisse
Spektakuläre Rennen am Pflingstberg begeistern 2.100 Fans

Spektakuläre Rennen erlebten die 2100 Zuschauer beim 44. ADAC-Moto-Cross-Rennen auf dem Pflingstberg in Schweighausen.
  • Spektakuläre Rennen erlebten die 2100 Zuschauer beim 44. ADAC-Moto-Cross-Rennen auf dem Pflingstberg in Schweighausen.
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Schuttertal-Schweighausen (rof). Beim 44. ADAC-Motocross in Schweighausen gingen in den drei ausgeschriebenen Klassen insgesamt 82 Fahrer an den Start. Bei stark abgekühlter Witterung und über Nacht gut eingeregnetem Pflingstberg waren optimale Streckenverhältnisse anzutreffen. Zum Rennbeginn der insgesamt sieben Rennen trocknete der 1.480 Meter lange Rundkurs ab und Rennleiter Hans-Peter Zehnle war deutlich die Erleichterung anzumerken. Sensationelle 2.100 Zuschauer waren trotz zunächst unsicherer Wetterlage auf den Pflingstberg gekommen und erlebten spektakulären Motocross-Sport.

Der nach vier Meisterschaftsläufen mit 94 Punkten deutlich in Führung liegende KTM-Fahrer Lukas Platt aus Möchengladbach musste am Pflingstberg im Training und im Rennen zurückstecken, es reichte nur zum fünften Platz. Zur Freude des Veranstalters war die Top-Ten dieser MX2-Meisterschaft komplett auf dem Pflingstberg am Start. Zwar zählt der Lokalmatador Marco Müller aus Gengenbach nicht zu diesen Favoriten, aber er wird seinen Heimvorteil zu nutzen wissen, so Müller kurz vorm Start und behauptete sich im Pflichttraining auf Rang vier.
Schon die Einführungsrunde war spektakulär, auf dem Hinterrad die Startgerade hoch, die volle Leistungsbereitschaft den Zuschauern zeigend. Als Startsieger setzte sich der Schweizer Nico Jucker durch, dem auch die weitere Führung lange nicht zu nehmen war, aber letztlich zwei Kontrahenten in der 30-minutigen Renndistanz die Vorbeifahrt gewähren musste. Nach 18 Runden hatte der polnische Gastfahrer Gabriel Chetnicki auf seiner KTM die Nase vorn, die volle Wertungspunktzahl zur DM bekommt aber der Zweitplatzierte Davide von Zitzewitz vom MCE Tensfeld. Lokalmatador Marco Müller kämpfte verbissen, fuhr auf Rang sieben ins Ziel.
Als ultimativen Höhepunkt kündigte Streckensprecher Damian Göppert den zweiten Lauf zur Deutschen Meisterschaft MX 2 an. Für den Gengenbacher Marco Müller wurde es zum Höhepunkt des Tages. Unter den besten deutschen MX2-Crosser behauptete er sich und fuhr auf heimischer Strecke als Fünfter ins Ziel, was ihm in der Tageswertung Rang sechs einbrachte. Wieder hatte Gabriel Chetnicki aus Polen die Nase vorn und siegte erneut vor Zitzewitz, der wiederum die vollen Wertungspunkte für den DM Lauf MX2 zuerkannt bekommt.

Fahrer und Motorräder mussten bei der Klasse 2 SCCM jeweils älter als 35 Jahre sein, um bei diesem Wertungslauf zur Süddeutschen ClassikCrossMeisterschaft startberechtigt zu sein. Schon das Training verlangte Höchstleistungen von Mensch und Maschine und gar manch „älterem Modell“ fehlte es an erforderlicher Power. Die Strecke noch aufgeweicht, wurde den Classic-Fahrern alles abverlangt. Seinen persönlichen Finallauf startete der 64-jährige Hansjörg Haller aus Lahr mit seiner Puch Baujahr 1979: „Das wird mein letztes Motocross-Rennen sein."

Als Trainingsschnellster ging Harald Ott vom MSC Heidenheim ins Rennen und holte sich auch gleich als Erster eine „Holeshot-Prämierung“ in dem er klar den Start gewann und auch bis ins Ziel deutlich vorne blieb. Auch im zweiten Lauf dominierte Harald Ott, früher mehrfacher Deutscher Meister und so waren ihm der Tagessieg und weitere 50 Wertungspunkte zur Süddeutschen Classic Cross Meisterschaft nicht zu nehmen. Dem Lahrer Hansjörg Haller, Fahrer des MSC Schweighausen, stand die Freude ins Gesicht geschrieben, den ersten Lauf durchgefahren zu sein, wenngleich er auf dem 15. Platz im ersten Lauf und auf Rang 16 im zweiten Lauf und zwei Runden zurückliegend die Zielflagge passierte. Hauptsache durchgefahren, so Haller vollkommen außer Puste im Ziel.

Auf Grund der hohen Starterzahl musste das Reglement für die abschließende Klasse 3 BW Pokal Open 125 bis 650 ccm geändert werden und zwei Halbfinals gefahren werden. Die jeweils 20 Besten qualifizierten sich für das Finale, sodass deren Massenstart mit maximal 40 zugelassenen Teilnehmern besonders spektakulär war. Im ersten Halbfinale hatte der Lokalmatador Pierre Mark aus Kappel-Grafenhausen klar die Nase vorn, gewann den Start und führte das Feld weiter an, musste sich aber durch Ricco Siebert vom KFV Kalteneck, noch geschlagen geben. Die einzige Dame am Start, Janina Lehmann aus St. Georgen, erreichte im ersten Lauf einen achtbaren neunten Platz.

Im zweiten Halbfinale stieß die Konkurrenz der Baden-Württembergischen Meisterschaft aufeinander. Eric Schönburg vom MSC Spaichingen kam als Erster und mit sagenhaften 29 Sekunden Vorsprung vor Max von Heuß-Blößt vom MSC Bad Wurzach ins Ziel. Der Sportleiter vom veranstaltenden MSC und selbst mit am Start, wurde Neunter im zweiten Halbfinale.
Die bislang höchste Teilnehmerzahl gingen mit 39 Fahrern im Finallauf des BW-Pokal-Laufes auf dem Pflingstberg in Schweighausen an den Start. Rennleitung und Streckenposten hielten die Luft an, als das Startgatter fiel. Erleichterung pur, als es lediglich in der ersten Kurve zu einem "Staustehen" von etwa zehn Fahrern kam. Der Startsieg ging an Fabian Strobel vom MSC Gerstetten. Nach 25 Minuten Laufzeit ging jedoch Max von Heuß-Blößt vom MSC Bad Wurzach auf Honda, vor Eric Schönburg, MSC Spaichingen, und Fabian Strobel durch das Ziel. Bester Clubfahrer des MSC Schweighausen war Pierre Mark mit einem guten vierten Platz.

Autor:

Christina Großheim aus Offenburg

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