Eliminator-Weltcup in Aalen
Zwei Hausacher gemeinsam auf dem Weltcuppodium

Stephan Mayer (links) und Felix Klausmann (rechts) standen beim Eliminator-Weltcup in Aalen gemeinsam auf dem Podium. | Foto: Alfred Mayer
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  • Stephan Mayer (links) und Felix Klausmann (rechts) standen beim Eliminator-Weltcup in Aalen gemeinsam auf dem Podium.
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Aalen im Ostalbkreis war Austragungsort eines Eliminator-Weltcups. Die Strecke durch Aalens Innenstadt war bebaut mit künstlichen Bodenwellen, Steilkurven und Sprüngen und von Tausenden von Zuschauern umsäumt. Der Start für das Einzelzeitfahren war in einem Kaufhaus und ging über eine Rolltreppe abwärts. Die Hausacher Eliminator-Asse des Team Tekfor Schmidt BikeShop Stephan Mayer und Felix Klausmann ließen sich von der tollen Stimmung inspirieren und erkämpften sich in dem Weltelitefeld die Plätze 4 und 5 auf dem Podium.
Die Qualifikation startete auf einer Rolltreppe in einem Shoppingcenter. Stephan Mayer qualifizierte sich mit der 11. besten Zeit locker für die Finalläufe. Felix Klausmann erwischte auf der Rolltreppe eine Kante. „Mein Reifen verlor Luft und mit diesem Handicap konnte ich mich als 30.ter gerade noch für die Finalläufe qualifizieren“, so Klausmann. Beide Eliminator-Asse konnten ihre jeweiligen 1/8 Finalläufe souverän für sich entscheiden. Im Viertelfinale trafen die beiden Teamkollegen aufeinander. „Vom Start weg setzte ich mich an die Spitze, ließ nichts anbrennen und qualifizierte mich als Sieger für das Halbfinale“, schildert der Fischerbacher Klausmann seinen Lauf. „Ich konnte hinter Felix den Lauf als Zweiter beenden. Dass ich bei meinem ersten Eliminator-Weltcuprennen das Halbfinale erreichen konnte, war für mich schon ein Traum“, strahlte der Oberwolfacher Mayer. Auch im Halbfinale trafen die beiden Teamkollegen wieder aufeinander. Klausmann setzte sich vom Start weg wieder an die Spitze. Beim ersten Sprung stürzte er. Dabei verbog sich sein Lenker und Helm und Schuhe gingen kaputt. „Glücklicherweise konnte ich den Lauf mit einigen Blessuren noch beenden, aber die Chancen auf das Finale waren dahin“, hadert der amtierende Deutsche Meister mit dem Schicksal. Stephan Mayer nutzte die Chance und konnte sich im Zielsprint gegen den Franzosen Quentin Schrotzenberger denkbar knapp durchsetzen und stand überraschenderweise mit Weltmeister Simon Gegenheimer , dem Vizeweltmeister Titouan Perrin-Ganier (Frankreich) und Quentin Schrotzenberger im Finale.
„Weltmeister und Vizeweltmeister waren für mich heute eine Nummer zu groß. Bis 10 m vor dem Ziel lag ich noch auf Platz 3. Dann gingen mir die Körner aus“, so Mayer, der sich aber über seinen ersten Podiumplatz bei einem Weltcup riesig freute. Für Klausmann wurde es vor dem kleinen Finale nochmals hektisch. Er musste seinen Lenker wieder in die richtige Position bringen und von Mitkonkurrenten Rennschuhe ausleihen. Vor lauter Stress hatte er beim Start den falschen Gang eingelegt und war beim Start erstmals nicht vorne dabei. „Beim ersten Sprung konnte ich mich auf Platz 2 vorkämpfen und auf der Zielgeraden nach der 1. Runde an die Spitze setzen“, berichtet Klausmann, der das Rennen von vorne kontrollierte und als Sieger durchs Ziel fuhr. „Dass es trotz dieser ganzen Umstände noch aufs Podium der besten Fünf gereicht hat, hätte ich nicht gedacht. Und dass mit Stephan ein weiterer SC Fahrer als Vierter auf dem Weltcup-Podium stand, ist echt der Wahnsinn.“

Stephan Mayer (links) und Felix Klausmann (rechts) standen beim Eliminator-Weltcup in Aalen gemeinsam auf dem Podium. | Foto: Alfred Mayer
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